Update: Chris Keilmann rettet Eintracht Trier die Serie

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Bildquelle: Fotomontage Peter Smola/pixelio

TRIER. Die Erfolgsserie der Trierer Eintracht geht weiter. Die Moselaner errangen vor 1364 Zuschauern gegen die U 23 des Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern ein 1:1 (1:1)-Remis und sind damit dem Klassenerhalt der Fußball-Regionalliga Südwest erneut einen Schritt nähergekommen. Matchwinner war Schlussmann Chris Keilmann, der seinen Vertrag mit den 05ern unmittelbar vor dem Spiel bis 2016 verlängert hat.

Trotz 70-minütiger Unterzahl blieben die Moselaner auch im siebten Spiel in Folge ohne Niederlage – dank Keilmann. Kapitän Michael Dingels hatte bereits in der 17. Minute nach einem frühen Foul und einem Handspiel die Ampelkarte gesehen.

Die Anfangsphase hatte es in sich, ging der FCK II doch bereits in der achten Minute nach einem Steilpass von Mario Müller, bei dem die Trierer Innenverteidigung alles andere als gut aussah, durch den Luxemburger Nationalspieler Maurice Deville mit 1:0 in Führung. Der SVE schüttelte sich kurz und kam schon zwei Minuten später zum Ausgleichstreffer. Einen langen Pass von Jannik Stevens nahm Christoph Anton auf – und der „Toni“ aus Schoden bugsierte den Ball am herausstürmenden Lauterer Keeper Julian Pollersbeck vorbei zum 1:1 ins Netz. Wiederum nur zwei Minuten darauf wehrte der Ex-Lauterer im Eintracht-Tor, Chris Keilmann, nach einem Schuss von halblinks von Deville zunächst ab, im Nachsetzen köpfte Christian Lensch aber vorbei – eine große Möglichkeit für die Bundesliga-U23 aus der Pfalz.


War der Beginn von beiden Seiten flott und offensiv und war der SVE sehr gut im Spiel, änderte sich das Bild nach dem Platzverweis für Dingels logischerweise. Cheftrainer Peter Rubeck wechselte Till Hermandung aus taktischen Erwägungen aus und brachte Stefan Thelen, der für Dingels in die Viererkette rückte. Ins rechte Mittelfeld ging dann der eigentlich als Angreifer aufgebotene Rudy Carlier.

Fortan dominierten die Lauterer das Match, ließen Ball und Gegner laufen, kamen aber zunächst nicht zu weiteren Chancen. Bis zur Halbzeit hatte indes Romas Dressler eine Schusschance aus der zweiten Reihe, Pollersbeck klärte aber im Nachfassen (22.).

Nach dem Seitenwechsel intensivierten die Lauterer ihre Offensivbemühungen. Zunächst parierte Keilmann einen Schuss von Thorsten Reiß (50.) sicher, dann schoss der eingewechselte Daniel Hammel (51.) knapp vorbei. Auch Deville verpasste wenig später knapp das Ziel.

Die Eintracht verteidigte leidenschaftlich, hatte hier und da Glück und einen starken Keilmann zwischen den Pfosten. So rettete er gegen Mario Pokar (58.), Thorsten Reiß (62.) und Christopher Kracun, auch bei Pokars Schuss (jeweils 67.) tauchte Keilmann erfolgreich ab.

Um ein Haar dann das Tor auf der anderen Seite. Nach einem Konter über Anton kam Robin Garnier an den Ball, der Abschluss war aber zu schwach (75.), um Pollersbeck zu überwinden. In der Nachspielzeit vollbrachte Keilmann seine größte Tat, indem er sensationell nach einem Schuss von Pokar reagierte. Es blieb beim 1:1. Damit hat der SVE die 40-Punkte-Marke geknackt, braucht aber laut Coach Rubeck noch vier Zähler, um den Klassenverbleib sicher in der Tasche zu haben. red/wir

[td_text_with_title custom_title=“Stimmen zum Spiel“] Torschütze Chistopher Anton: „Nach dem Platzverweis hat jeder um jeden Zentimeter gefightet. Am Ende können wir uns auch noch bei Chris Keilmann bedanken. Wie er ganz am Schluss gehalten hat, das war bundesligareif.“

Chris Keilmann (wurde nach dem Schlusspfiff lautstark gefeiert): „Es hat zwar nicht geklappt, die Null zu halten, trotzdem lief es auch für mich ganz gut. Wir haben die 40-Punkte-Marke geknackt. Jetzt muss es aber weitergehen. Wir wollen auch in Hoffenheim punkten.“

FCK-Coach Konrad Fünfstück: „Es war die Partie des Rückrunden-Zweiten gegen den Vierten. Von daher war im Vorfeld ein gutes Match zu erwarten. Und das hat sich auch zu Beginn bestätigt. Die Gelb-Rote Karte war dann aber der Knackpunkt. Danach hat sich Trier aufs Verteidigen konzentriert. Es war so wie im Handball, wir hatten viel Ballbesitz und Chancen, waren aber leider nicht mehr erfolgreich.“

Eintracht-Trainer Peter Rubeck: „Mit zehn Mann haben wir hart verteidigen müssen und hatten einen überragenden Chris Keilmann. Sogar den einen oder anderen Nadelstich konnten wir setzen. Nach dem Derbysieg in Saarbrücken galt es, die Euphorie wieder etwas zu dämpfen. Ich denke das ist mir auch ganz gut gelungen.“

SV Eintracht Trier 05 – 1. FC Kaiserslautern II 1:1 (1:1)
SV Eintracht Trier 05: Chris Keilmann – Torge Hollmann, Michael Dingels, Robin Koch, Jannik Stevens – Till Hermandung (20. Stefan Thelen), Christopher Spang, Ugur Dündar (65. Robin Garnier), Christoph Anton – Romas Dressler, Rudy Carlier (80. Milorad Pekovic)
1. FC Kaiserslautern II: Julian Pollersbeck – Johannes Reichert, Michael Schultz, Michael Schindele, Calogero Rizzuto – Christian Lensch (46. Daniel Hammel), Thorsten Reiß, Christopher Kracun (78. Kevin Lahn), Mario Müller (74. Irvin Parra) – Maurice Deville, Mario Pokar
Gelb-Rote Karte: Michael Dingels (17.)
Schiedsrichter: Stefan Faller (Karlsdorf) – Zuschauer: 1364

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