Getöteter Gerichtsvollzieher – Prozess beginnt bald

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Ende November wurde ein 58-jähriger Gerichtsvollzieher im Saarpfalz-Kreis bei einer Zwangsräumung getötet. Der mutmaßliche Täter, ein 42-jähriger Wohnungsinhaber, befindet sich in U-Haft. Foto: Thorsten Kremers/dpa

SAARBRÜCKEN – Knapp sechs Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Gerichtsvollzieher im saarländischen Bexbach beginnt am 20. Mai der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter am Landgericht Saarbrücken.

Der 42-jährige Deutsche soll den 58 Jahre alten Gerichtsvollzieher Ende November 2025 umgebracht habe, als dieser eine Zwangsräumung vollstrecken wollte.

Der Angeklagte soll in der Wohnung mit einem Jagdmesser mindestens 13 Mal auf Kopf und Oberkörper des Gerichtsvollziehers eingestochen und ihn damit tödlich verletzt haben, hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt. Die Anklage lautet auf Mord. Der Mann habe «sowohl heimtückisch, aus niedrigen Beweggründen und auch grausam gehandelt».

Verdacht auf psychische Erkrankung des Angeklagten

Der 42-Jährige aus dem Saarpfalz-Kreis wurde kurz nach der Tat festgenommen, es erging Haftbefehl. Zunächst war wegen Totschlags gegen ihn ermittelt worden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte zum Tatzeitpunkt unter einer krankhaften Störung aus dem schizophrenen Formenkreis gelitten hat.

Deshalb sei er zwischenzeitlich in einer forensisch-psychiatrischen Klinik untergebracht worden. Die Tat hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Für den Prozess sind nach dem Auftakt elf weitere Termine bis zum 21. August vorgesehen.

Die Tat von Bexbach war der zweite tödliche Angriff auf einen Staatsbediensteten innerhalb weniger Monate im Saarland. Am 21. August 2025 war in Völklingen ein 34 Jahre alter Polizist im Dienst erschossen worden.

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