Hunsrück: Dreimal in einer Nacht – Tankstellenraub wegen Frikadellen-Brötchen vor Gericht

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Blaulicht auf Polizeiwagen
Foto: dpa / Symbolbild

BAD KREUZNACH/LAUTZENHAUSEN – Vor dem Landgericht Bad Kreuznach hat der Prozess gegen einen 39-jährigen Mann aus der Verbandsgemeinde Kirchberg begonnen.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im September vergangenen Jahres eine Tankstelle in Lautzenhausen dreimal innerhalb einer Nacht überfallen zu haben. Sein Verteidiger kündigte bereits am ersten Verhandlungstag ein umfassendes Geständnis an. Zudem wurde bekannt, dass der Angeklagte unter einer Alkoholsucht leidet und eine Therapie anstrebt.

Dreistufiger Tatablauf unter Vorhalt einer Waffe

Die Staatsanwaltschaft schildert einen bizarren Tatverlauf. Zunächst forderte der Mann ein Frikadellen-Brötchen unter Hinweis auf eine Schusswaffe ein. Diese stellte sich später als ungeladene Schreckschusswaffe heraus.

Bei weiteren Besuchen entwendete er Spirituosen und forderte schließlich unter Druck Bargeld.

Insgesamt erbeutete er 545 Euro. Das Gericht prüft nun, ob ein minderschwerer Fall vorliegt. Dennoch sieht das Gesetz für schwere räuberische Erpressung eine Mindeststrafe von drei Jahren vor. Ein Urteil wird für Juni erwartet.

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