Mitreißendes Sommerkonzert des Gymnasiums Konz in der Saar-Mosel-Halle

0
Foto: N. Kallenborn/Gymnasium Konz

KONZ. Das Sommerkonzert der verschiedenen Musikensembles des Gymnasiums Konz begann mit Stühlerücken. Der Besucherandrang war so groß, dass schnell noch Seitenwände hochgefahren wurden und die Technik-AG und freundliche Helfer für weitere Sitzplätze sorgen mussten.

Schon ehe das Konzert dann vor etwa 300 Zuschauern begann, war der sichtliche Zuwachs an musikalischen Akteurinnen und Akteuren, den Chöre und Musikgruppen der Schule in den letzten beiden Jahren erfreulicherweise erfahren haben, spürbar. Im Laufe des Abends wurde er auch hörbar.

Der Abend begann mit einen Novum: Die seit vielen Jahren feste und liebgewonnene Tradition des Projektchors aus Schülerinnen und Schülern, Eltern, Kollegium, Ehemaligen und Externen, der sich normalerweise in der Vorweihnachtszeit trifft und das Adventskonzert mitgestaltet, kam in diesem Jahr erstmals auch bei wärmeren Temperaturen zusammen und konnte damit einige neue Gesichter anlocken. Mit „Everything“ von Michael Bublé war die schwungvolle Stimmung des Abends gesetzt.

Schulleiterin Nadine Arendt griff in ihrer Begrüßung den Songtext auf, um zu betonen, wie viel „everything“ ein solcher Abend abverlange, aber eben auch ermögliche: Probenarbeit, Geduld, Lampenfieber neben Begeisterung, Freude und Gemeinschaft. Ein solcher Konzertabend, so betonte sie, sei ein Geschenk an die Schulgemeinschaft, ein Abend, an dem echtes Schulleben erfahrbar werde.

Foto: N. Kallenborn/Gymnasium Konz

Sie sollte recht behalten. Spätestens bei „Nella fantasia“ (Ferrau/Mooricone), bei dem Musiklehrerin Frau Mayr den Projektchor an der Harfe begleitete, hatten die ersten Zuschauer ein Tränchen in den Augen. Stimmungsvoll ging es weiter, als der ehemalige Schüler Mateo Klemann, der die musikalische Arbeit der Schule über die eigentliche Schulzeit hinweg nach wie vor aktiv unterstützt, sein Streich-Ensemble präsentierte. Auch die Chorarbeit der Schule hat Mateo über die vergangen drei Jahre hinweg gemeinsam mit Musiklehrer Jakob Rendenbach wieder aufgenommen und so engagiert beworben, dass sich „Vor-Chor“ und der Jugendchor „Singers of Reason und Logic“ mittlerweile wieder großen Zulaufs erfreuen.

Und dann liefen auch schon die Schülerinnen und Schüler aus den 5. und 6. Klassen auf die Bühne ein. Seit Tagen schon ganz aufgeregt angesichts des großen Konzertes, legten sie aber spätestens mit den ersten Takten das Lampenfieber ab und boten drei schwungvolle Lieder, bei denen viele gar nicht mehr auf Noten und Text schauen mussten, um mit sichtlicher Freude gemeinsam mit ihrem Chorleiter Mateo Klemann ganz frei zu singen. Beim dritten Song „Why we sing“ von G. Giplin verschmolzen Text und Performance, denn auf wunderbare Weise wurde sichtbar, warum Kinder gerne singen.

Nach weiteren zwei Liedern, bei denen der Vor-Chor von Streich-Ensemble und der Abiturientin Liane Grölinger am Klavier begleitet wurden, rekapitulierte Jakob Rendenbach kurz die Umwege, ehe die ursprünglich deutlich kleiner geplante Chorfahrt trotz Anwachsens der Chöre und Schienenersatzverkehrs auf der Reisestrecke dennoch stattfinden konnte. Dass alle Mühen sich gelohnt hatten und die Probetage zu intensiver und fruchtbarer musikalischer Arbeit genutzt worden waren, wurde jedenfalls im Verlauf des Abend überdeutlich.

Nach der Pause bot der Musik-Grundkurs der MSS 12 unter sehr tatkräftiger Unterstützung ihres Kursleiters Andreas Berend am Klavier einen vor allem in den unteren Stimmlagen kräftigen Vortrag des Toto-Klassikers „Africa“. Rockig ging es weiter mit der relativ neuen Band-AG, die ihren ersten größeren Auftritt hatte. Zum Sound der E-Gitarren, an denen Tom Detemple und Tobias Lamarche überzeugten, lieferte die Band mit wechselnder Besetzung im Gesang einen beindruckenden Sound und begeisterte mit Ohrwürmern wie Layla von Eric Clapton die Halle.

Der Jugendchor legte mit den Ohrwürmern, unter anderem von den Beatles, nach, ehe sich dann der krönende Abschluss des musikalischen Abends anbahnte, als der Vor-Chor mit auf die Bühne kam, um mit dem Medley „4 Chords“ aus Songversatzstücken mit großem Wiedererkennungswert nachzuweisen, dass selbst absolute Größen der Musikgeschichte immer wieder zu einer Folge von vier Akkorden greifen. Dieser wirklich verblüffende Überraschungseffekt riss das Publikum für Standing Ovations von den Sitzen.

Man hätte dann auch gleich stehen bleiben können für den Abschluss, zu dem sich auf die ohnehin schon volle Bühne jetzt noch der Projektchor drängte, so dass das Schlusslied „Dirait-On“ (Rilke/Lauridsen) von allen Sängerinnen und Sängern des Abends gesungen werden konnte und wie schon zuvor langen und begeisterten Applaus verbuchte. (Quelle: N. Kallenborn/Gymnasium Konz)

Vorheriger ArtikelEin Hundeeis, bitte! Eis für Vierbeiner in Trier und Birkenfeld
Nächster ArtikelEifel: 42-Jähriger soll Ex-Lebensgefährtin getötet haben

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.