BRAUBACH/LAHNSTEIN – Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat am Montag den Verkehr auf der B42 für Stunden zum Erliegen gebracht.
Gegen 14:30 Uhr beabsichtigte ein 86-jähriger Fahrzeugführer aus der Verbandsgemeinde Loreley, an der Anschlussstelle Braubach-Nord nach links in Richtung Süden einzubiegen. Hierbei übersah er das vorfahrtsberechtigte Fahrzeug einer 38-jährigen Frau aus der VG Nastätten. Die beiden Autos kollidierten im Kreuzungsbereich so heftig, dass sie auf die Spur des Gegenverkehrs geschoben wurden.
Transporter kann nicht mehr ausweichen
Das Unfallgeschehen weitete sich Sekundenspäter dramatisch aus. Ein aus Norden kommender Mercedes Sprinter, gesteuert von einem 63-Jährigen aus der VG Hunsrück-Mittelrhein, befand sich bereits auf dem betroffenen Fahrstreifen. Der Transporter erfasste die beiden verkeilten Unfallwagen. Bei dem Dreifach-Crash erlitten drei erwachsene Insassen der ersten beiden Fahrzeuge schwere Verletzungen. Der Sprinter-Fahrer wurde leicht verletzt, während ein dreijähriges Kind im Auto der 38-Jährigen den Vorfall unbeschadet überstand.
Aufwendige Ermittlungen und Totalschaden
Der entstandene Sachschaden an den drei zerstörten Fahrzeugen wird von der Polizei auf rund 120.000 Euro geschätzt. Zur Rekonstruktion des genauen Hergangs zog die örtliche Dienststelle das spezialisierte Verkehrsunfallaufnahmeteam der VD Koblenz hinzu. Für die Rettungsmaßnahmen, die Landung eines Rettungshubschraubers und die Spurensicherung musste die B42 zwischen Oberlahnstein und Braubach für rund fünf Stunden voll gesperrt werden.















