ROHRBACH/MULHOUSE – Eine strategische Entscheidung des elsässischen Melfor-Konzerns hat im Saarland für erhebliche Wellen gesorgt. Ende März stellte das Unternehmen die Produktion des Melfor Tradionell – Essigs am saarländischen Standort St. Ingbert-Rohrbach still.
Das Sortiment sollte gestrafft und die saarländische Sorte „Melfor Traditionell“ komplett durch das französische Produkt „Original“ ersetzt werden. Damit verschwand ein Artikel aus dem Handel, der in der Region über Generationen hinweg als fester Bestandteil der kulinarischen Kultur galt. Die emotionalen Reaktionen der Verbraucher folgten prompt.
Verbraucher-Feedback bewegt Konzernleitung zur Rückkehr
Die Intensität des Kundenfeedbacks in den Wochen nach dem Produktionsstopp hat die Konzernführung nun zu einer vollständigen Kurskorrektur bewogen. Wie die Unternehmensleitung am Donnerstag offiziell mitteilte, wird der traditionelle Saar-Essig (Melfor Traditionell Sarre) ab Mitte Juli wieder flächendeckend im deutschen Handel erhältlich sein.
Die Verantwortlichen erklärten, dass die tiefe Verbundenheit der Kunden mit der bewährten Rezeptur den Ausschlag für diese Entscheidung gab. In den sozialen Medien stieß die Ankündigung sofort auf eine breite und durchweg positive Resonanz.
Modernere Produktionsstrukturen sichern die Zukunft
Trotz der Rückkehr des Kultprodukts bleibt die Schließung des Werks in Rohrbach endgültig. Das saarländische Firmengebäude steht weiterhin im Internet zum Verkauf. Die Essigwürze nach der traditionellen saarländischen Rezeptur wird künftig in den französischen Werken des Mutterkonzerns hergestellt.
Laut der ehemaligen Betriebsleitung arbeiten die dortigen Produktionsstätten deutlich effizienter. Die französischen Anlagen können das Wochenvolumen des alten Standorts an einem einzigen Arbeitstag abfüllen.

















