SUHL/KASSEL – In Rheinland-Pfalz haben Jägerinnen und Jäger wieder Hunderte Nutrias erlegt. Im Jagdjahr 2024/2025 seien es 982 Tiere gewesen, teilte der Deutsche Jagdverband auf dem Bundesjägertag in Suhl mit.
Damit ist die Zahl im Vergleich zur vorherigen Saison mit 849 getöteten Tieren leicht gestiegen. Im Vergleich zur Jagdsaison 2021/2022 mit 248 Tieren gab es einen deutlichen Anstieg.
Die Art gilt als invasiv. Daher sei Deutschland verpflichtet, den Bestand einzudämmen, hieß es zur Erläuterung. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Nutrias vernichteten Schilfgürtel und setzten damit zahlreichen Vogel-, Fisch- und Amphibienarten zu. Außerdem unterhöhlten die Tiere Deichanlagen und gefährdeten so den Hochwasserschutz.
Spitzenreiter Niedersachsen
Mit rund 54.000 sind dem Jagdverband zufolge die meisten Tiere im vergangenen Jagdjahr in Niedersachsen erlegt worden, gefolgt von mehr als 41.000 Nutrias in Nordrhein-Westfalen. Andere Bundesländer folgen mit deutlichem Abstand und vier- oder dreistelligen Zahlen oder gar noch weniger erlegten Exemplaren.
Deutschlandweit steigt die Zahl der erlegten Nutrias seit Jahren an – zuletzt waren es insgesamt 131.157 Tiere. Im Vergleich zu den Zahlen vor 20 Jahren beträgt der Anstieg der getöteten Nutrias laut Verband rund 1.700 Prozent.

















