TRIER – Im Rahmen der geplanten Neugestaltung des Umfeldes der Porta Nigra sind zur Herstellung der angestrebten Barrierefreiheit und für die statische Ertüchtigung der neuen Plattenbeläge Geländemodellierungen und Bodeneingriffe notwendig.
Zugleich liegt das Planungsgebiet in einer archäologisch sensiblen Zone, wo bereits in geringer Tiefe römische und mittelalterliche Kulturdenkmäler erwartet werden, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Porta Nigra stehen. Hierzu zählen die römische Straße mit flankierenden Portiken, die von Süden auf das römische Stadttor zuführt, Baureste der hochmittelalterlichen Freitreppe der Stiftskirche St. Simeon und die Fundamente der Simeonspforte – des mittelalterlichen Stadttores an der östlichen Außenseite der Porta Nigra.
In Kooperation mit der Stadt Trier wird die Landesarchäologie ab Montag, 8. Juni, an fünf gezielt ausgewählten Stellen an der Porta Nigra kleine Testflächen öffnen, um den Untergrund zu prüfen und stichprobenartig Daten zur Lage und zum Erhaltungszustand dortiger Bodendenkmäler zu ermitteln.
Die ersten beiden Probeflächen befinden sich an der Ostseite der Porta Nigra, neben der romanischen Apsis von St. Simeon und auf den Fundamenten des 1875 abgebrochenen Simeonstores. Die dortigen Untersuchungen sollen bis zum Beginn des Festivals Porta hoch drei am 18. Juni abgeschlossen sein. Die übrigen drei Sondierungen folgen nach dem Altstadtfest ab Montag, 6. Juli.
Die Prüfung soll dazu dienen, dem beauftragten Planungsbüro solide Grundlagen zu den möglichen Eingriffstiefen für die weiteren Planungen an die Hand zu geben.
Denkmalpflegerisch soll gewährleistet sein, dass durch die Neugestaltung des Porta-Nigra-Umfeldes keine im Boden befindlichen Kulturdenkmäler in Mitleidenschaft gezogen werden, die für das Verständnis der urbanen Einbettung und der nachrömischen Baugeschichte der Porta Nigra unverzichtbar sind.


















