Deutschlandweit einzigartig: TuS Koblenz meldet Flüchtlingsteam an

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KOBLENZ. Fußball-Regionalligist TuS Koblenz will eine Vorreiter-Rolle im Fußball im Südwesten einnehmen. Der Verein meldet zur kommenden Saison eine dritte Mannschaft an: eine Elf mit Flüchtlingen.

Schon seit über einem Jahr können Flüchtlinge, die in Koblenz und Umgebung leben, auf dem Trainingsgelände der TuS am Stdion Oberwerth trainieren. Jetzt meldet der Club offiziell eine dritte Mannschaft für den Spielbetrieb an – ab nächster Saison mischt das Flüchtlingsteam im Ligabetrieb mit.

Damit ist die TuS Koblenz ein deutschlandweites Vorreiter-Projekt. Initiiert wurde es von Markus Breitbach und von der Trainerlegende Rudi Gutendorf, der diesen Sommer seinen 90. Geburtstag feierte. Rudi Gutendorf, der bisher 55 Trainerstellen in 29 Ländern hatte, übernimmt nach Angaben der TuS-Geschäftsstelle die Patenschaft für die Internationale Mannschaft und soll als „Ehren-Trainer“ bei einigen Auftritten Markus Breitbach zur Seite stehen.

Gutendorf bringt reichlich Erfahrung und Leidenschaft in Sachen Integration mit, die er bei seinen Trainerstationen auf der ganzen Welt sammeln konnte.

Die TuS Koblenz will mit diesem Projekt nach eigenen Angaben nicht nur sportliches, sondern auch gesellschaftspolitisches Engagement zeigen. Der Verein leiste mit der Flüchtlingsmannschaft einen wichtigen Beitrag zur Integration.

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