TRIER. Anlässlich des 40. Jahrestags der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl fordert das Bündnis «Stopp Cattenom» die Stilllegung des französischen Atomkraftwerks Cattenom. Der geplante Weiterbetrieb des Meilers nahe der deutschen Grenze drohe «ein ähnliches, unkalkulierbares Risiko für die Großregion zu werden», teilte das Aktionsbündnis mit.
«Cattenom gehört endlich stillgelegt», sagte Marianne Rummel vom Bund für Umwelt und Naturschutz Rheinland-Pfalz, der das Bündnis unterstützt. Am morgigen Samstag ist in Trier (11.00 Uhr) eine Mahnwache geplant. Das AKW in Cattenom ist seit 1986 am Netz.
Wer an Tschernobyl erinnere, dürfe vor Cattenom nicht die Augen verschließen, sagte Markus Pflüger vom Antiatomnetz Trier. Die vier Reaktoren in Cattenom erreichten bald ihre maximale geplante Lebensdauer von 40 Jahren. «Die Anlage ist von Rissen und zunehmenden Störfällen gezeichnet.»
Tausende unterzeichnen Online-Petition
Die künftige Landesregierung müsse alles in ihrer Macht Stehende tun, um den Weiterbetrieb von Cattenom zu verhindern, forderte «Stopp Cattenom». Eine begleitende Online-Petition werde von einem Bündnis aus 44 Organisationen getragen: 22 aus Deutschland, 14 aus Frankreich, 7 aus Luxemburg und 1 aus Belgien. Nach nur wenigen Wochen zähle sie knapp 8.000 Unterschriften.
Frankreichs Atomaufsicht hatte im vergangenen Jahr eine Verlängerung der Laufzeit von Reaktoren, wie sie im AKW Cattenom installiert sind, über 40 Jahre hinaus bis auf 50 Jahre erlaubt. Gekoppelt ist diese Erlaubnis aber an Verbesserungen bei der Sicherheit.
Frankreichs Atomaufsicht verlängert Laufzeit auf 50 Jahre
Bei den betroffenen Reaktoren handelt es sich um die sogenannte 1.300-MW-Baureihe der französischen Atomkraftwerke, die hauptsächlich in den 1980er Jahren in Betrieb gingen. Einige davon erreichen demnächst eine Betriebslaufzeit von 40 Jahren. In Frankreich ist alle zehn Jahre eine periodische Sicherheitsüberprüfung der Meiler vorgeschrieben, um ihren weiteren Betrieb zu überprüfen.
Die vierte regelmäßige Überprüfung ist laut Atomaufsicht von besonderer Bedeutung, da bei der Auslegung der Reaktoren von einer Betriebsdauer von 40 Jahren ausgegangen worden sei. Ein Weiterbetrieb über diesen Zeitraum hinaus erfordere eine Aktualisierung der Konzeption oder einen Austausch von Materialien. Diese vierte Überprüfung steht für den ältesten Reaktor in Cattenom 2027 an, für die übrigen dann 2028, 2031 und 2033.
Anders als Deutschland setzt Frankreich für seine Energieversorgung und das Erreichen von Klimaschutzzielen weiter auf den Ausbau der Atomkraft. Die Inbetriebnahme eines ersten von zunächst geplanten sechs neuen Reaktoren wird für 2038 angestrebt. Frankreich liegt mit aktuell 57 Reaktoren hinter den USA auf Platz zwei der größten Produzenten von Atomstrom weltweit. (Quelle: dpa)














Ich setze mich für eine Wiederaufnahme der Kernenergie in Deutschland ein und gratuliere Frankreich zu seiner energiepolitischen Weitsicht.
@Leser,
denke auch das Sie Ihre Garage als „17tes“ Zwischenlager zur Verfügung stellen sollten.
Vllcht können Sie mit Ihren fundierten Wissen zur endgültigen Lösung des deutschen Atommülls weiterhelfen.
Drücke Ihnen und uns alle Daumen.
Den radioaktiven Müll bitte in Ihrer Garage endlagern, iss ja anscheinend kein Problem, oder?
Von Physik bzw. Chemie haben Sie ja voll die Ahnung, Chapeau!
😂
Wenn wir schon bei Physik sind: Radioaktiver Abfall entsteht jetzt, weltweit – völlig unabhängig davon, ob du ihn magst oder nicht. Der Unterschied ist nur, ob man ihn professionell lagert oder so tut, als würde er sich in Luft auflösen, sobald man „Atomkraft ist böse!“ ruft.
Technologieoffenheit heißt, Risiken zu managen, nicht sie wegzufantasieren. Es gibt längst praktikable Lösungen, bis hin zur Wiederaufbereitung.
Wenn du also wirklich diskutieren willst: gerne.
Wenn du nur Schlagworte werfen willst: Dann bleib ruhig bei meiner Garage – da ist genug Platz für einfache Antworten..
Guter Einwand, Leser!
Man kann nur den Kopf schütteln über kopfschütteln und Herbert.
Schließe mich Ihrem ersten Beitrag oben an, aber dazu müsste in diesem Land Vernunft einkehren und das sieht zurzeit ganz schlecht aus bei den grünlackierten Moralweltmeister-Kommunisten nahezu aller Parteien.
Richtig. Um etwas positiv zu verändern müsste das Volk umdenken, nee denken. Bei der galoppierenden Verblödung wird es schwer. Hauptsache wir sind dagegen. Warum weiß man nicht genau, aber wenn es auf der ganzen Welt funktioniert kann das nicht gesund sein, also sind wir dagegen.
Ein höchst ùberflüssiger Kommentar dieses Osmo. Offensichtlich eine schlichte Denkweise, die entweder aus mangelndem Fachwissen oder anderen Gründen resultiert, auf die ich sozial verträglich nicht tiefer eingehe.
In den 70/80er Jahren war der Klassiker “ Friedlich in die Katastrophe“ ein Bestseller. In diesem Buch wurden die Gefahren und Risiken der Atomtechnologie präzise beschrieben. Im Unterschied zur heutigen bücherfernen Zeit konnte man seinerzeit mit gut informierten Menschen über wichtige Aspekte wie beispielsweise die kritische Endlagerung diskutieren.
Poster wie dieses Osmo vertreten eher die schlichtere Argumentationskultur. Offensichtlich wenig Wissen. Klar wenn alle das machen muss es ja gut sein.
Dieses Thema ist viel zu komplex um hier vernünftig darstellbar zu sein.
Ihr habt alle Aluhüte auf! Tschernobyl vor 40 Jahren? Schon vergessen? Gerade läuft im ZDF eine .gute Reportage darüber. Cattenom mit zig Störfällen, alles egal?
AKW’s sind übrigens nicht versicherbar!
Atomstrom ist der teuerste Strom überhaupt. Das ist Fakt.
Und Uran ist auch endlich…und wird u.a. in Russland abgebaut. Mal abgesehen von den Halbwertszeiten der diversen Elemente. Aber das PSE ist für euch wohl eher ein Buch mit 7 Siegeln. Strontzdoof aber Hauptsache irgend ein Geschwafel loslassen. Herr, lass Hirn vom Himmel fallen. Weiter diskutieren macht keinen Sinn, bei Euch ist die Erde bestimmt flach und die Amis waren nie auf dem Mond, gelle? Ihr seid so lächerlich….dumm!
„Strunzdoof“, Herbert II, „Strunzdoof“! Und die Amis waren tatsächlich nie auf dem Mond!
@Heribert,
sehr gut, dass Sie sich etwas mehr Hirn für sich bestellt haben. 😂
Wieder so einer …
Die „Störfälle“ in Cattenom zeigen nur, dass das Warnsystem hervorragend funktioniert oder gab´s sowas wie Tschernobyl dort?
Herbert, einfach mal versuchen, eigenständig zu denken anstatt die Ideologien der Grünsekte nachzubeten und andere als „strontzdoof“ (sic!) zu bezeichnen.
@ Herbert II
Ihr Posting zeigt ein Verständnis für die komplexen Probleme im Zusammenhang mit Atomenergie
Aber glauben SIE ERNSTHAFT dass Sie eine vernünftige Diskussion führen können wenn Sie andere Personen als dumm oder lächerlich bezeichnen? Was wollen Sie damit erreichen?
Das Ergebnis ist nicht ùberzeugend, denken Sie mal darüber nach.
Was löste eigentlich den GAU in Tschernobyl aus?
@Santana
Tschernobyl hatte nicht nur eine Ursache. Bei einem Test sollte geprüft werden, ob die Turbinen nach einem Stromausfall noch kurzzeitig Strom für die Kühlung liefern können. Entscheidend war die fatale Kombination aus einem gefährlich konstruierten Reaktor, einem instabilen Betriebszustand und der Entscheidung, diesen Test trotz klarer Sicherheitsverstöße fortzusetzen.
Der Umgangston hier wird immer unterirdischer. Hauptsache Action und Draufschlagen! Gibt es eigentlich noch sowas wie „gute Kinderstube“??
@fan
Ein wichtiger Punkt den Sie da ansprechen. Der Diskussionsverlauf belegt exemplarisch den Verlust an Respekt und einer sachlichen Diskussionskultur. Zu letzterem gehört übrigens auch die Erkenntnis wo die eigene Fachkompetenz für eine fundierte Diskussion nicht ausreicht.
Ein typisches Beispiel ist der Beitrag dieses Osmo. Wer eine andere Meinung hat muss verblödet sein. Wenn alle irgendetwas machen ist das für das Osmo schon völlig ausreichend. Zu den argumentativ völlig inhaltslosen und beleidigenden Jekylls u.s.w. fällt mir lediglich ein dass wir võllig verloren sind.
Das ist also aus dem früheren Volk der Dichter und Denker geworden. Ein Alptraum.
Komisch, immer wenn ihnen die Argumente ausgehen sind andere schlecht informiert. Ironie und Galgenhumor sind ihnen scheinbar fremd. Die Meinung anderer zählt bei ihnen nicht. Das zeugt auch nicht gerade von überragender Intelligenz.