Biontech kehrt zu seinen Wurzeln zurück – Mitbegründer sagt Unterstützung zu

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Firmenschild Biontech
Foto: dpa-Archiv

MAINZ – Biontech-Mitbegründer Ugur Sahin hat den von Jobabbau betroffenen Beschäftigten des Impfstoffherstellers Unterstützung zugesagt.

«Uns ist sehr bewusst, wie tiefgreifend solche Entscheidungen für unsere Mitarbeitenden und ihre Familien sind», sagte Sahin bei seinem letzten Auftritt als Unternehmenschef bei der virtuellen Hauptversammlung des Mainzer Biopharma-Unternehmens. Allen Betroffenen würden sozialverträgliche Lösungen angeboten.

Das Management des Mainzer Unternehmens hatte vor wenigen Tagen angekündigt, wegen einer zu geringen Auslastung, Überkapazitäten und Kosteneinsparungen mehrere Produktionsstandorte zu schließen. Betroffen von den Plänen sind Werke in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie Standorte des übernommenen Konkurrenten Curevac.

Suche nach tragfähigen Lösungen für die Standorte

Bis zu 1.860 Stellen könnten laut Unternehmen von den Maßnahmen betroffen sein. Bei Curevac allein sind demnach rund 820 Jobs bedroht – größtenteils am Hauptsitz in Tübingen. Der Betriebsrat warf der Unternehmensführung jüngst mangelnde Kooperation bei der Suche nach einem Investor für die von der Schließung bedrohten Standorte vor.

Biontech Unternehmenschef Ugur Sahin.
Biontech-Chef Ugur Sahin sagt den Beschäftigten sozialverträgliche Lösungen bei den geplanten Standortschließungen zu. (Archivbild) Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Biontech stehe im Austausch mit Politik, Wissenschaft und regionalen Partnern, um gemeinsam für verschiedene Standorte tragfähige Perspektiven zu prüfen, versicherte Sahin bei dem virtuellen Aktionärstreffen. Er hatte Biontech im Jahr 2008 zusammen mit seiner Ehefrau Özlem Türeci gegründet und wird das Unternehmen spätestens Ende dieses Jahres mit ihr verlassen. 

Strategischer Fokus wieder auf der Onkologie

Die geplanten Standortschließungen seien die Folge der veränderten strategischen Ausrichtung des Biopharma-Unternehmens, erklärte Sahin, der mit Biontech in der Corona-Pandemie weltbekannt wurde, weil das Unternehmen gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer die erste Marktzulassung für einen Impfstoff gegen Covid-19 bekam.

Nach der Corona-Pandemie habe das Management den strategischen Fokus wieder konsequent auf die Onkologie gelegt. «Dort liegen unsere wissenschaftlichen Wurzeln, unsere größte Stärke», betonte Sahin. Es sei klar gewesen, dass ein pandemischer Impfstoff zwar enorme medizinische und wirtschaftliche Bedeutung habe, es aber keinen gleichbleibenden Bedarf geben werde.

Ambitionierte Ziele bis 2030

Biontech habe mittlerweile nicht nur einen, sondern gleich mehrere Produktkandidaten und Kombinationstherapien mit einem großen medizinischen Potenzial bei unterschiedlichen Krebsarten in zulassungsnahen Studien, berichtete Sahin. Dazu verfüge das Unternehmen über ausreichend Kapital, um die Pipeline Richtung Marktzulassung zu entwickeln. Ziel sei, bis zum Jahr 2030 mehrere Produkte zur Behandlung von Krebs zur Zulassung zu bringen und somit zu den Patienten.

 

7 Kommentare

  1. Hahaha,
    jaja, sinnfreies Gelaber. Er selber hat abgesahnt dank der Doofmichels, die sich seine nutzlose Plörre in die Adern haben jagen lassen.
    Grippeimpfung: Ich bin geschützt.
    Tetanus: Ich bin geschützt
    Biontechimpfung gegen Corona: Ich muss trotzdem weiter mit einer Zwangsmaske rumlaufen. Die eigentlich auch nutzlos war, weil Corona nie gefährlicher als eine Grippe war.
    In 10 Jahren wird die Biontechaktie wertlos ausgebucht werden.
    Und die einzige Partei die gegen diesen Irrsinn war wir wissen…
    Viel Spass mit den Langzeitfolgen allen Geimpften!

  2. Wie wäre es denn, wenn die Medimanete, die ständig „knapp“, “ nicht lieferbar“, „Lieferengpass“, „schwierig zu besorgen“ (….) sind wieder in Deutschland statt in … Indien hergestelllt würden?

    Wäre es denn so schlimm, wenn lebensnotwendige Medikamente wie / oder Beispielsweise Fiebermedikamente für Kinder (die die Apotheker jedes Jahr aufs neue überrraschen) oder (auch ständig Lieferengpässe) Antibiotika (insbesondere Penicillin), Krebsmedikamente, Asthmasprays (Salbutamol) sowie Herz-Kreislauf- und Diabetesmittel bei Bedarf, quasi vor Ort, zeitnah nachproduziert und ausgeliefert werden könnten?!?

    Klar es hätte den „Nachteil“ , dass man
    * in Deutschland Arbeitsplätze sichert/schafft (a.k.a. „es sind doch nur über die Hälfte Ausgaben für Bürgergeld – was brauchen wir Steuern?“ oder „Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht.“ – Verbotspartei(en) die Arbeitende ausnhemen [wollen])
    * die Apotheker nicht jedes Jahr aufs neue jammern können „knapp müssen wir mehr Geld haben“ (a.k.a. „ich brauche einen neuen Benz und muss mir die Taschen noch mehr vollstopfen“)
    * die Versorgung der Bevölkerung für eine …. sagen wir mal Krisensituation (a.k.a. es gibt viele Kriegstreiber auf dieser Welt)… ausreichend gesorgt werden könnte?
    * Deutschland mal seine Industriestandorte stärken würde

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