TRIER. Englische Woche für den SV Eintracht Trier 05. Nach dem torlosen Unentschieden am vergangenen Samstag im Moselstadion gegen Astoria Walldorf, kämpft der SVE am heutigen Dienstagabend, 21. April (19 Uhr) in Homburg um die nächsten Punkte. Mit Blick auf den Klassenerhalt wirkt die Lage vor dem 30. Spieltag ordentlich – ganz sicher ist der Klassenverbleib aber noch nicht. Denn im Abstiegskampf der Regionalliga Südwest zählt nicht nur die eigene Tabelle, sondern insbesondere auch der Blick eine Liga höher.
Wenn die Moselstädter heute Abend im Waldstadion Homburg antreten, ist die sportliche Aufgabe klar: Punkte holen gegen ein Spitzenteam. Homburg steht vor dem Spieltag mit 49 Punkten auf Rang drei, Trier mit 37 Punkten auf Platz 14.. Bezüglich des Klassenerhalts ist die Ausgangslage für den SVE dabei stabiler, als es ein erster Blick auf den Tabellenplatz vermuten lässt, aber eben noch nicht endgültig geklärt.
Der entscheidende Punkt liegt in der Abstiegsregel der Regionalliga Südwest. Denn dort zählen am Ende nicht nur die direkten Absteiger aus der eigenen Liga, sondern auch die Teams, die aus der 3. Liga in die Regionalliga Südwest zurückkommen.
Das Prinzip ist einfach: Mindestens drei Mannschaften steigen aus der Regionalliga Südwest ab. Dazu kommen die Südwest-Klubs, die aus der 3. Liga absteigen.
Heißt konkret:
- Ein Südwest-Absteiger aus der 3. Liga = vier Absteiger in der Regionalliga Südwest
- Zwei Südwest-Absteiger aus der 3. Liga = fünf Absteiger in der Regionalliga Südwest
Aktuell würde Platz 14 reichen
Derzeit sieht es aus Südwest-Sicht so aus, dass Ulm in der 3. Liga auf einem Abstiegsplatz steht. Saarbrücken und Hoffenheim II befinden sich zwar in gefährlicher Nähe, stehen aktuell aber noch nicht unter dem Strich auch der VFB Stuttgart II ist theoretisch noch als Absteiger möglich.
Nach heutigem Stand gäbe es damit also vier Absteiger in die Regionalliga Südwest – und in diesem Szenario würde Platz 14 für Eintracht Trier zum Klassenerhalt reichen.
Fünfter Absteiger noch möglich
Brisant wird es erst dann, wenn ein weiterer Südwest-Klub in der 3. Liga noch auf die Plätze 17 bis 20 abrutscht. Das könnte vor allem Saarbrücken treffen, theoretisch aber auch Hoffenheim II. Selbst Stuttgart II ist noch nicht komplett aus jeder Rechnung.
Trier hat aktuell ein komfortables Polster
Für den SVE spricht derzeit vor allem der Vorsprung nach unten. Bayern Alzenau auf Rang 15 hat lediglich 23 Punkte – Trier liegt mit 37 Punkten also deutlich davor.
Gleichzeitig ist auch der Blick nach oben interessant:
- Offenbach auf Platz 13: 38 Punkte
- Freiburg II auf Platz 12: 39 Punkte
Ein Punkt in Homburg würde Trier im Rennen um den Klassenerhalt weiter helfen. Ein Sieg könnte die Lage sogar spürbar entspannen.
Gute Karten – aber noch kein endgültiger Haken dran
Unterm Strich hat der SVE vor dem schweren Auswärtsspiel beim FC Homburg gute Karten im Abstiegskampf. Komplett durch ist die Eintracht aber noch nicht, weil in diesem Fall eben nicht nur die eigene Liga entscheidet.
Die letzten Spieltage in der 3. Liga könnten für Trier deshalb fast genauso wichtig werden wie die eigenen Ergebnisse.
















