TRIER. Die Generalsanierung der Egbert-Grundschule in Trier wird deutlich teurer als bislang geplant. Der Stadtrat hat jetzt zusätzlich gut 1,47 Millionen Euro bewilligt. Damit steigen die Gesamtkosten des Großprojekts im Gartenfeld auf rund 9,8 Millionen Euro.
Stadtrat gibt zusätzliches Geld frei
Für die Vorlage gab es nach kurzer Debatte eine Mehrheit im Trierer Stadtrat. 24 Ratsmitglieder stimmten zu, 14 enthielten sich, die drei Gegenstimmen kamen aus den Reihen von UBT und SPD.
Mit dem zusätzlichen Geld sollen die Generalsanierung der Egbert-Grundschule sowie die Errichtung eines Ersatzgebäudes für die Containerklassen weiter abgesichert werden.
Baupreise treiben Kosten massiv nach oben
Als Hauptgrund für die erneute Kostensteigerung nennt das Hochbauamt vor allem die Entwicklung der Baupreise. Demnach stieg der allgemeine Baupreis-Index von Juni 2020 bis Sommer 2025 um rund 52 Prozent.
Allein dieser Faktor führte bei dem Projekt bislang zu Mehrkosten von rund 2,5 Millionen Euro.
Schlechterer Gebäudezustand als erwartet
Hinzu kommen weitere Belastungen: Nach Angaben des Hochbauamts gab es Änderungen beim Bauablauf, darunter der Umbau der Pausenhalle zum Mehrzweckraum sowie eine umweltfreundlichere Variante der Wärmeversorgung.
Außerdem zeigte sich während der Arbeiten, dass Teile des Bestandsgebäudes in einem schlechteren Zustand waren als vor Baubeginn angenommen. Das betrifft unter anderem den Außenputz und das Dach der Schule.
Auch nach dem Ausbau der bisherigen Fenster seien umfangreiche Betonsanierungen an Stützen und Fensterlaibungen notwendig geworden.
Verzögerung bei Bauarbeiten
Bereits vor der Stadtratssitzung war bekannt geworden, dass sich die Bauarbeiten verzögern. Damit ist klar: Der Neustart im sanierten Gebäude der Egbert-Grundschule wird zum Beginn des neuen Schuljahres am 10. August noch nicht möglich sein.
Mehrzweckraum künftig auch für Schulveranstaltungen
Aktuell laufen an der Schule unter anderem die Arbeiten am Dach des künftigen Mehrzweckraums. Dieser soll künftig nicht nur für den Schulalltag, sondern auch für Schulveranstaltungen genutzt werden.
Wieder ein teureres Schulprojekt
Die Egbert-Schule reiht sich damit in eine Serie von Bauprojekten ein, bei denen Inflation, Baupreissteigerungen und zusätzliche Schäden im Bestand die Kosten deutlich nach oben treiben. Für die Stadt Trier bedeutet das erneut eine erhebliche Mehrbelastung bei einem ohnehin großen Schulprojekt.
















