Vorsorgeuntersuchungen für Prostata und Co.

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Symbolbild// dpa

Männer nehmen Vorsorgeuntersuchungen zu selten wahr, zeigt eine Studie des Robert-Koch-Instituts. Demnach gehen nur 40 Prozent der Männer regelmäßig zur Krebsfrüherkennung. Bei den Frauen sind es über 60 Prozent. Das Bild ist bei anderen Vorsorgeuntersuchungen ähnlich. Welche Vorsorgeuntersuchungen ab welchem Alter für Männer sinnvoll ist, wird hier aufgelistet.

Lieber vorsorgen als später krank werden

An zweiter Stelle aller Todesursachen steht Krebs. Die Diagnose Krebs ist also keine Seltenheit. Wird die Krebserkrankung rechtzeitig diagnostiziert, lassen sich viele Krebsarten gut behandeln und sind sogar heilbar. Um tückischen Krankheiten wie dem Krebs auf die Spur zu kommen, reicht es sich in regelmäßigen Abständen vorsorglich untersuchen zu lassen. Je nach Erkrankung ist ein Mal pro Jahr oder seltener ausreichend. Leider nutzen Männer das Angebot nicht genügend. Eine Pflicht ist die Gesundheitsvorsorge nicht. Vorsorgeuntersuchungen sind freiwillig, aber sinnvoll. Sie können nicht nur die Lebensqualität sichern, sondern auch das Leben verlängern.

Vorsorgeuntersuchungen für Männer ab 18, 35, 40 und 50 Jahren

Jeder Mann sollte die folgenden Vorsorgeuntersuchungen kennen.

Ab 18: Hoden, Impfung und Zähne

Schon als Kleinkind gehören Impfungen und Zahnarztbesuche dazu. Beide sollte jeder erwachsene Mann regelmäßig fortsetzen. Den Impfschutz gilt es ein Mal pro Jahr zu überprüfen, da gewisse Impfungen ab und an einer Auffrischung bedürfen. Zum Kontrollbesuch beim Zahnarzt geht es zweimal jährlich. Die Hoden müssen eigenverantwortlich nach Verhärtungen und Vergrößerungen
abgetastet werden, eine konkrete Vorsorgeuntersuchung gibt es nicht. Das monatliche Abtasten genügt.

Ab 35: Gesundheit und Haut

Ab 35 Jahren gehören das Haut-Screening und das Gesundheits-Check-up zur Vorsorge für den Mann. Im Rahmen der Hautuntersuchung wird das größte Organ des Menschen, die Haut, von oben bis unten durch den Hautarzt nach Auffälligkeiten abgesucht. Ungewöhnliche Veränderungen werden direkt entfernt und ins Labor geschickt.

Im Zentrum des Gesundheits-Check-ups stehen Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Nierenerkrankungen. Dafür werden nach einer körperlichen Untersuchung und Blutdruckmessung eine Blutprobe sowie eine Urinprobe genommen.

Ab 40: Augen und Prostata

Neben Problemen des Herz-Kreislauf-Systems zählen Erkrankungen der Prostata zu den häufigsten Krankheiten bei Männern. Im Frühstadium ist Prostatakrebs gut heilbar. Haben sich bereits Metastasen gebildet, ist keine Heilung mehr möglich. Daher ist eine jährliche Prostatauntersuchung etwa in der Urologie Klinik in Berlin und Umgebung wichtig. Bei familiärer Veranlagung ist die Untersuchung ab dem 40. Lebensjahr angeraten. Ohne Prädisposition ab 45. Jahren.

Die Glaukom-Früherkennungsuntersuchungen schützt vor einer tückischen Augenkrankheit, dem Grünen Star. Betroffene ahnen oft lange nicht, dass ihr Sehnerv abstirbt, denn Symptome gibt es kaum. Erst wenn die Sehschwäche fortgeschritten ist, wird klar, dass mit den Augen etwas nicht stimmen kann. Es kann sogar zum Erblinden kommen. Daher sollten der Augeninnendruck und der Augenhintergrund ab dem 40. Lebensjahr alle zwei bis drei Jahre untersucht werden.

Ab 50: Darm

Etwa jeder sechste Mann erhält die Diagnose Darmkrebs. Oft sind Polypen die Auslöser. Sie können bei einer Darmspiegelung erkannt und entfernt werden. Ab 55 Jahren wird alle zehn Jahre eine Darmspiegelung empfohlen. Bereits ab dem 50. Lebensjahr ist ein Papierstreifentest ein Mal pro Jahr empfehlenswert. Der Papierstreifentest zeigt verborgenes Blut im Stuhl an, was ein Hinweis auf Polypen und andere Gewebeveränderungen des Darms sein kann.

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