Trier, Koblenz, Kaiserslautern: Studierendenwerke kämpfen gegen steigende Mensa-Preise

Salat, Suppe, Hauptgericht – und trotzdem bezahlbar? Warum Rindfleisch in so manch einer Uni-Mensa selten geworden ist und vor welchen Herausforderungen Studierendenwerke stehen.

0
Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Symbolbild

KOBLENZ/SPEYER/KAISERSLAUTERN. Studierendenwerke und Hochschulen in Rheinland-Pfalz versuchen trotz steigender Kosten, das Essen in den Mensen bezahlbar zu halten. Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Energie und Personal setzen die Betreiber jedoch zunehmend unter Druck. Das ergab eine dpa-Umfrage unter Hochschulen und Studierendenwerken. Wie sieht es an den einzelnen Standorten aus?

Trier

Das Studierendenwerk Trier setzt nach eigenen Angaben auf flexible Preisgestaltung, um das Mensa-Essen für Studentinnen und Studenten bezahlbar zu halten. Die Speisepläne würden alle sechs Wochen anhand tagesaktueller Preise bei Lieferanten neu kalkuliert, teilte das Studierendenwerk mit. Preissteigerungen und günstigere Einkaufspreise würden direkt an die Gäste weitergegeben. Es werde täglich mindestens ein Gericht für rund drei Euro angeboten.

Als Hauptgründe für steigende Kosten nannte das Studierendenwerk höhere Rohstoff-, Energie- und Personalkosten. Um Kosten aufzufangen, reduziert das Studierendenwerk nach eigenen Angaben den Einsatz besonders teurer Produkte. Betroffen seien derzeit vor allem Rindfleisch, Fleischersatzprodukte, fettreicher Fisch wie Lachs sowie Schokolade.

Kaiserslautern

An der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) stiegen die Preise für studentische Menüs zuletzt im Juni 2025 leicht an. In den Menüs ist jeweils eine Suppe, ein Salat und eine Hauptspeise enthalten. Menü 1 verteuerte sich von 3,80 auf 4,10 Euro, Menü 2 von 3,50 auf 3,80 Euro, wie das Studierendenwerk Kaiserslautern mitteilte. Als Gründe nannte das Studierendenwerk höhere Tariflöhne sowie gestiegene Energie- und Lebensmittelkosten. Weitere Preiserhöhungen seien derzeit nicht geplant, könnten bei erneut stark steigenden Kosten aber notwendig werden.

Koblenz

Das Studierendenwerk Koblenz erklärte, die regulären Menüpreise für Studentinnen und studenten seien in den vergangenen drei Jahren um 14 Prozent gestiegen. Belastend wirkten auch hier insbesondere höhere Preise für Lebensmittel, Energie, Logistik und Personal. «Aufgrund der stark gestiegenen Einkaufspreise bieten wir nur noch sehr selten Rindfleisch an», teilte das Werk mit. Größere weitere Preisänderungen seien aktuell nicht vorgesehen.

Um die Preise stabil zu halten, setzen die Betreiber in Koblenz und Kaiserslautern nach eigenen Angaben auf zentrale Einkaufsstrukturen, Mengenrabatte und effizientere Abläufe in den Küchen. Das Studierendenwerk Kaiserslautern verwies zudem auf Automatisierung und Robotisierung, um Personalkosten zu senken. In Koblenz helfen Einkaufsverbünde mehrerer Studierendenwerke dabei, längerfristig günstigere Konditionen für bestimmte Warengruppen zu sichern.

Speyer

An der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer blieben die Preise nach Angaben eines Sprechers seit der Neuverpachtung der Mensa im Jahr 2024 stabil. Preissteigerungen seien derzeit nicht geplant. Die privat betriebene «Taberna» orientiere sich stark am saisonalen Angebot. Der Pächter betreibe in der Region einen eigenen Bauernhof mit Hofläden und verwende viele eigene Produkte oder Waren regionaler Erzeuger.

Vom Studierendenwerk Mainz gab es zunächst keine Informationen zu den Veränderungen bei Mensa-Preisen. (Quelle: dpa)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.