SAARBRÜCKEN – Die wiedereingeführten Kontrollen an den deutschen Landesgrenzen haben an der Goldenen Bremm zu einem größeren Ermittlungserfolg geführt.
Am gestrigen Abend stoppten Einsatzkräfte der Bundespolizei an der Bundesautobahn A6 einen mit acht Personen besetzten Personenkraftwagen. Das Fahrzeug besaß eine französische Zulassung aus Paris. Während die Papiere des 36-jährigen Fahrers Gültigkeit besaßen, verlief die polizeiliche Überprüfung der übrigen sieben Insassen negativ.
Widersprüchliche Angaben und fehlende Buchungsbelege
Bei den Passagieren handelte es sich um Staatsangehörige aus Bangladesch im Alter zwischen 16 und 18 Jahren. Keiner von ihnen konnte die für die Einreise nach Deutschland erforderlichen Dokumente vorweisen. Auf Befragung gaben die Jugendlichen an, eine eintägige Städtereise nach Wien geplant zu haben. Den Fahrer hätten sie über einen Werbeflyer engagiert. Der Fahrer bestätigte den Auftrag. Er legte einen digitalen Chatverlauf über eine Zahlung von 3.000 Euro vor. Nachweise über eine Unterkunft in Wien fehlten jedoch komplett.
Einleitung von Strafverfahren und sofortige Zurückweisung
Aufgrund der Gesamtumstände äußerten die Bundespolizisten erhebliche Zweifel an der Darstellung einer touristischen Reise. Gegen die sieben Mitfahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Versuchs der unerlaubten Einreise eingeleitet. Den Jugendlichen wurde die Einreise verweigert und es erging eine sofortige Zurückweisung nach Frankreich. Der 36-jährige Fahrer willigte ein, den Rücktransport nach Paris durchzuführen. Er muss sich nun in einem eigenen Verfahren wegen des Verdachts der Schleusung verantworten.
Meta-Zusammenfassung: Im Zuge der Grenzkontrollen an der A6 verweigerten Bundespolizisten sieben Migranten ohne Papiere die Einreise. Gegen den Fahrer aus Paris wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Schleusung eingeleitet.



















