Nach Rekordhitze: Nur kurze Abkühlung – Droht der Region die nächste Hitzewelle?

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Heiß am Tag, sehr warm in der Nacht - da «ächzen alle». Foto: Thomas Warnack/dpa

TRIER. Nach Rekordhitze, Tropennächten und Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke stellt sich in der Region Trier die nächste Wetterfrage: War das nur ein einmaliger Hitze-Höhepunkt – oder droht im Juli bereits die nächste Hitzewelle?

Die Antwort der Wettermodelle ist derzeit noch nicht endgültig, aber klar genug für Aufmerksamkeit: Zunächst kommt eine spürbare Verschnaufpause. Doch schon in der zweiten Juliwoche zeigen mehrere Langfristtrends wieder deutlich steigende Temperaturen.

Erst einmal: Abkühlung nach der Extremhitze

Nach der historischen Hitzewelle gehen die Temperaturen in Trier, an der Mosel, in der Eifel und im Saarland zunächst zurück. Für die kommenden Tage liegen die Höchstwerte meist zwischen etwa 27 und 31 Grad. Das ist immer noch sommerlich warm, aber deutlich entfernt von den Extremwerten der vergangenen Tage.

Auch die Nächte werden vorübergehend wieder erträglicher. Statt Tropennächten mit Temperaturen deutlich über 20 Grad sind vielerorts wieder Tiefstwerte im Bereich von 14 bis 18 Grad möglich.

Wetter bleibt aber nicht stabil kühl

Von einer nachhaltigen Abkühlung kann nach aktuellem Stand trotzdem keine Rede sein. Die Modelle zeigen eher eine kurze Unterbrechung der großen Hitze als einen echten Wetterwechsel.

Vor allem ab dem 7. bis 10. Juli deuten mehrere Vorhersagen wieder auf steigende Temperaturen hin. Für Trier werden in den seriöseren 10-Tage-Trends bereits wieder Werte um 30 bis 32 Grad angezeigt. Einige weiterreichende Modelltrends sehen danach sogar erneut Temperaturen im Bereich von 33 bis 34 Grad oder darüber.

Das ist noch keine sichere neue Hitzewelle – aber ein deutliches Signal.

Was sagen die Modelle?

Das europäische ECMWF-Modell und amerikanische Langfristtrends sehen für den Juli insgesamt eher überdurchschnittliche Temperaturen. Besonders der Südwesten Deutschlands könnte erneut zu den wärmeren Regionen gehören.

Auch einzelne Modellvergleiche zeigen Hinweise darauf, dass sich nach einer kurzen Entspannung wieder Hochdruckeinfluss und warme Luftmassen aus Südwesten durchsetzen könnten.

Für Trier, Mosel, Saarland und die südliche Eifel bedeutet das: Die Region bleibt im Juli anfällig für neue Hitzeschübe.

Kommt wieder eine Hitzewelle?

Eine Hitzewelle liegt meteorologisch nicht schon bei einem einzelnen heißen Tag vor. Entscheidend ist eine mehrtägige Phase mit ungewöhnlich hoher Wärmebelastung.

Genau hier liegt die Unsicherheit: Die Modelle sind sich noch nicht einig, wie stabil die nächste warme Phase wird. Klar ist aber: Einzelne heiße Tage über 30 Grad sind in der ersten Julihälfte wahrscheinlich. Ob daraus erneut mehrere Tage mit extremer Wärme, Tropennächten und 35-Grad-Werten werden, hängt von der genauen Lage der Hochdruckgebiete ab.

Gewitter bleiben das große Risiko

Mit der Rückkehr heißer Luft steigt auch die Gefahr von Gewittern. Gerade nach Hitzetagen können sich über der Region Trier, an der Mosel, in der Eifel und im Saarland kräftige Gewitter bilden.

Dabei sind Starkregen, Hagel und stürmische Böen möglich. Nach der extremen Hitze der vergangenen Tage ist die Luftmasse weiterhin labil. Das bedeutet: Selbst wenn die Temperaturen vorübergehend sinken, bleibt das Wetter nicht automatisch ruhig.

Juli könnte heißer als normal werden

Langfristprognosen sind immer mit Vorsicht zu betrachten. Dennoch zeigen mehrere Wettermodelle für den Juli ein klares Muster: zu warm, eher trocken und mit wiederkehrenden Hitzeschüben.

Für die Region Trier wäre das keine gute Nachricht. Nach Rekordwerten, aufgeheizten Innenstädten und Tropennächten brauchen Mensch, Natur und Infrastruktur eigentlich eine längere Entlastung.

Die derzeitigen Modelltrends sprechen aber eher für einen Sommer, der nach kurzer Pause wieder Fahrt aufnimmt.

Fazit: Kurze Pause – aber die Hitze ist nicht weg

Die extreme 40-Grad-Hitze ist zunächst vorbei. In den kommenden Tagen wird es in Trier und der Region spürbar angenehmer. Doch die Entwarnung gilt nur eingeschränkt.

Schon in rund zehn Tagen könnten die Temperaturen wieder deutlich anziehen. Werte über 30 Grad sind wahrscheinlich, einzelne Langfristtrends sehen sogar wieder Hitze im Bereich von 34 Grad oder mehr.

Die nächste Hitzewelle ist damit noch nicht sicher – aber sie ist keineswegs vom Tisch.

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