++ Aktuell: Bildungsministerin – so sieht die erweiterte Teststrategie an Schulen und Kitas aus ++

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Roland Weihrauch

MAINZ. In den Kitas, Grundschulen und der Tagespflege in Rheinland-Pfalz soll es künftig mehr Corona-Schnelltests geben. Die Teststrategie des Landes werde in diesen Einrichtungen auf Kontaktpersonen der Kategorie 2 ausgeweitet, kündigte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Donnerstag in einer aktuellen Debatte im Landtag in Mainz an.

Die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Anke Beilstein warf der Landesregierung vor, die Kitas in der Corona-Pandemie zu überfordern, allein zu lassen und einen Keil zwischen Eltern und Erzieher zu treiben. Die Kitas sollten einerseits feste Gruppen bilden und andererseits die Kinder wie gewohnt betreuen, sagte Beilstein in der von ihrer Fraktion beantragten Debatte. «Es werden Erwartungen geweckt, ohne zu erklären, wie es gehen soll.» Und es fehlten Gruppenräume und Personal.

Bildungsministerin Hubig und Abgeordnete der drei Regierungsfraktionen wiesen die Vorwürfe zurück und hielten Beilstein Skandalisierung vor. Die FDP-Fraktionsvorsitzende Cornelia Willius-Senzer rief: «Schüren Sie keine Ängste!»

Von 165 000 Kita-Kindern seien 40 mit dem Coronavirus infiziert. Von den 1200 Kitas seien 53 ganz und 35 zum Teil geschlossen. Unter den 33 000 Erzieherinnen seien 60 Infektionen bekannt, sagte Willius-Senzer.

Hubig betonte: «Kitas sind nicht die Treiber der Pandemie.» Jugendliche und Erwachsene in den Einrichtungen müssten Masken tragen, und feste Gruppen sollten – soweit möglich – gebildet werden. Das zusätzlich benötigte Personal bezahle die Landesregierung mit. «Alleingelassen wurde hier niemand», betonte Hubig und lobte das Verantwortungsbewusstsein der Erzieherinnen und Erzieher.

Der grüne Landtagsabgeordnete Daniel Köbler hielt der CDU vor, keine eigenen Vorschläge zu machen und nicht zur Lösung des Problems beizutragen.

Der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Michael Frisch forderte eine andere Teststrategie, mit der Kita-Schließungen verhindert werden könnten. Alle Kontaktpersonen müssten getestet werden. (dpa)

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