MAINZ/STADTKYLL. Ende vergangenen Monats sorgten Pläne der Landesregierung, ein Hotel mit 100 Appartements in dem kleinen Eifelort Stadtkyll als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen, für Aufregung (lokalo.de berichtete). Bis zu 500 Flüchtlinge hätten so in dem Ort, der nur 1500 Einwohner hat, untergebracht werden können. Nun scheinen die Pläne vom Tisch zu sein.
Nach einem Bericht des Trierischen Volksfreunds teilte der Eifeler FDP-Landtagsabgeordnete Marco Weber am gestrigen Nachmittag mit, dass das Mainzer Integrationsministerium die Pläne aufgegeben hat. Die Entscheidung ist vom Ministerium allerdings noch nicht bestätigt.
Weber erklärte laut Volksfreund: „Der Standort Stadtkyll ist schlicht und einfach nicht für die Unterbringung geeignet. Rheinland-Pfalz will den geflüchteten Menschen helfen. Es bringt aber nichts, die betroffenen Kommunen zu überlasten.“
Es habe sich gelohnt, Vertreter des Ministeriums und der Trierer Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) aus Trier nach Stadtkyll einzuladen, um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. Die Ortsgemeinde Stadtkyll und die Verbandsgemeinde Gerolstein hatten sich wegen der zentralen Lage des Hotels und der befürchteten negativen Auswirkungen auf den Tourismus gegen die Pläne positioniert. (Quelle: Trierischer Volksfreund)















