Rainer Brüderle hat einen neuen Job

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Rainer Brüderle

MAINZ. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) in Rheinland-Pfalz hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Gewählt wurde der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP). Die Neubesetzung des Postens war notwendig geworden, weil der bisherige Vorsitzende Dr. Harald Augter überraschen im Februar 2015 verstorben war.

„Der plötzliche Tod von Dr. Harald Augter nach kurzer schwerer Krankheit hat den BdSt Rheinland-Pfalz tief getroffen“, heißt es in einer Erklärung. „Doch die Interessen der Steuerzahler müssen auch weiterhin engagiert vertreten werden. Deshalb hat der Verwaltungsrat des BdSt Rheinland-Pfalz auf seiner Sitzung am 31. März 2015 den ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Der einstige Spitzenpolitiker ist mit den Kernthemen des BdSt bestens vertraut und eine der bekanntesten Persönlichkeiten aus Rheinland-Pfalz.“


Rainer Brüderle hat an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz Volkswirtschaftslehre studiert. Nach seinem Studium hatte er vielfältige öffentliche Ämter inne, unter anderem war Brüderle von 1981 bis 1987 Wirtschaftsdezernent der Stadt Mainz, von 1987 bis 1998 Wirtschaftsminister des Landes Rheinland-Pfalz und von 2009 bis 2011 Bundeswirtschaftsminister. Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag im Jahr 2013 hat Brüderle in Mainz eine selbstständige Tätigkeit als Berater aufgenommen.

„Ich freue mich über meine Wahl und das damit in mich gesetzte Vertrauen. Gerade die Vereinfachung des Steuerrechtes, die Senkung der Steuerlast und das Ende der Schuldenpolitik waren mir immer sehr wichtige Anliegen, die ich nun im Dienste der Steuerzahler vertreten werde“, erklärt Brüderle nach seiner Wahl.

2013 war der heute 69-jährige Brüderle zum Spitzenkandidat der FDP für die Bundestagswahlen ernannt worden. Während des Wahlkampfes stand er heftig im Mittelpunkt einer Sexismusdebatte, nachdem ihm eine Reporterin des Stern, die ihn portraitieren sollte, anzügliche Bemerkungen vorgeworfen hatte. Brüderle selbst hat sich zu den Vorwürfen nie geäußert.

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6 KOMMENTARE

  1. Mal wieder ein abgehalfteterpolitiker der in irgend einer Stiftung oder Verein noch entsorgt wird.

    Letztens hat man den Pofalla auch hier gesehen den hätte ich aus dem Zug geworfen wenn ich Zug fahren würde.

    Es ist wohl mittlerweile Sitte dass man nach einer politischen Tätigkeit bei der Gegenseite , sprich den Lobbyisten oder hier sogar bei den Kritikern einen netten Posten und meistens dazu noch gut dotiert erhält
    man gönnt sich ja sonst nix und man nimmt ja auch keinem den Job weg 😉

    Es gibt doch für alles Auffanggesellschaften oder bad Banks wieso gibt es sowas nicht für Politiker die nicht aufhören können.
    Da ist es ein Glück dass Helmut Kohl ein Pflegefall ist sonst müsste man den noch öfters in den Medien ertragen.

  2. Warum sich darüber echauffieren? Herr Brüderle tut nichts Illegales oder moralisch Verwerfliches.
    Aber Hauptsache diskreditieren, gell?!
    Der arme, wegen schlimmer Krankheit zurückgetretene Elektriker Beck hat ja zum Glück einen Drittjob bei Boehringer gefunden (neben Verwaltungsrat ZDF und F.-Ebert-Stiftung), um seine dürftige Pension aufzubessern.
    Und der arme Kerl bekommt auch einen schönen neuen Dienstwagen. Hoffentlich schafft er das alles gesundheitlich! *lol
    @A. HAU: der hier ist mit Abstand der größere Pflegefall, wenn auch nicht physisch!

    • hm die Frage ja bei Politikern wer der grössere Rechtsbrecher gegen deutsche Gesetze ist und wer am meisten privat profitiert.

    • Eine andere Frage ist, warum man den Hals nie voll kriegen kann? Betrifft nicht nur Politiker einer aussterbenden Partei.

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