Trierer Windkraft-Zoff: Bürgerinitiative ruft zu Unterschriften gegen Wald-Windräder auf

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Foto: Boris Roessler / dpa / Symbolbild

TRIER. Im Streit um mögliche Windkraftflächen im Trierer Stadtgebiet gibt es lauten Protest: Die Bürgerinitiative Naturschutz Herresthal wirbt um Unterstützung und hat eine Unterschriftenaktion gegen Windräder im Wald gestartet. Ziel ist es, das Thema über Herresthal hinaus in die Trierer Stadtgesellschaft zu tragen und weitere Unterstützer zu mobilisieren.

Bürgerinitiative ruft in Trier zur Unterstützung auf

Die Bürgerinitiative stellt auf ihrer Internetseite eine Unterschriftenliste zum Download bereit. Unterstützer werden dazu aufgerufen, die Liste herunterzuladen, auszudrucken, zu unterschreiben und anschließend zurückzusenden oder bei zwei angegebenen Adressen abzugeben.

Genannt werden dafür konkret Hans-Alwin Schmitz in Trier-Euren sowie Magret Pfeiffer-Erdel in Trier-Pfalzel. Die Initiative wirbt dabei mit dem Satz: „Jede einzelne Stimme zählt“.

Initiative sieht sich als unabhängig – und nicht grundsätzlich gegen erneuerbare Energien

Nach eigener Darstellung ist die Gruppe parteipolitisch unabhängig. Gleichzeitig betont sie, grundsätzlich für erneuerbare Energien zu sein. Viele Mitglieder nutzten bereits Photovoltaik auf den eigenen Dächern.

Ihren Schwerpunkt setzt die Bürgerinitiative jedoch klar auf den Natur- und Landschaftsschutz. Windräder im Wald lehnt sie nach eigener Darstellung ab.

Diese Argumente führt die Bürgerinitiative an

Unter der Überschrift „Warum wir uns einsetzen“ nennt die Initiative mehrere Punkte, die aus ihrer Sicht gegen Windkraftanlagen in Waldgebieten sprechen.

Dazu zählen nach Angaben der Gruppe:

  • die Rodung und Versiegelung von Flächen
  • mögliche Auswirkungen auf die Wohn- und Lebensqualität
  • ein befürchteter Wertverlust von Immobilien
  • gesundheitliche Belastungen durch Lärm und tieffrequenten Schall
  • Kritik an den aus ihrer Sicht wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Windkraftprojekten
  • die Frage, wer letztlich von entsprechenden Anlagen profitiert

Dabei handelt es sich um die Positionen der Bürgerinitiative, die sie auf ihrer Website ausführlich darlegt. Dort finden sich unter anderem eigene Aussagen zu „Naturzerstörung“, „Wertverlust von Immobilien“, „Gesundheitsrisiko – Schall“sowie „Unwirtschaftlich / Profiteure“.

Ziel ist der Erhalt von Stadtwald und Landschaft

Als übergeordnetes Ziel nennt die Bürgerinitiative den Schutz des Stadtwalds und der Landschaft rund um Herresthal. Nach eigenen Angaben wolle man die eigene Heimat und das Lebensumfeld „für uns, unsere Kinder und kommende Generationen“ bewahren.

Zugleich wirbt die Initiative um weitere Mitstreiter und bietet auf ihrer Website auch eine Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme an. Dort wird eine E-Mail-Adresse der Gruppe genannt.

Windkraft-Streit in Trier verlagert sich weiter in die Öffentlichkeit

Mit der Unterschriftenaktion will die Bürgerinitiative offenkundig politischen Druck aufbauen und ihre Position im laufenden Streit um mögliche Windkraftstandorte sichtbar machen.

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5 Kommentare

  1. Die Bürgerbewegung gibt zwar vor, den Schutz des Stadtwaldes als übergeordnetes Ziel zu verfolgen, doch dieser Wald ist keine natürliche Idylle: Er ist eine Monokultur, die vor knapp 100 Jahren ausschließlich zur Holznutzung angelegt wurde. Zwar wird er in den letzten Jahren nachhaltiger bewirtschaftet, doch bis er sich zu einem natürlichen Wald entwickelt, werden noch einmal mindestens 100 Jahre vergehen.
    Noch problematischer ist die Scheinheiligkeit der Bewegung. Sie wird von der AfD unterwandert und handelt nach dem Sankt-Florians-Prinzip. Der Eurener Ortsvorsteher Herr Schmitz, der den „Langenberg“ (direkt unterhalb der Windräder) bebaut sehen möchte, sich aber gleichzeitig gegen Windkraft ausspricht.
    Ich stehe klar hinter deutschem Strom aus deutschem Wind. Denn es ist umweltschädlich und moralisch nicht vertretbar, weiterhin Energie von Despoten zu beziehen und dafür Kriege in Kauf zu nehmen – wie aktuell am Golf.

    • Und du bist von den Grünen unterwandert, Schlaumeier! Selten so einen Mist gelesen.

      Otto weiter unten sagt es korrekt: wir haben uns selbst ins Knie geschossen, keine „böse Energie“ von Putin zu kaufen. Der lacht sich ins Fäustchen, verdient sich dumm und dämlich und die moralinsauren Europäer, allen voran wir Deutschen, zahlen und zahlen, weltweit die höchsten Preise.
      Aber Hauptsache, das bunt-grün-bekloppte Deutschland ist Moral-Weltmeister!

  2. Da denkt man immer, es geht nicht blöder, und dann kommt einer und faselt von „deutschem Wind“ und „deutschem Strom“. Hatten wir nicht schon einmal das Geschwätz vom deutschen Blut? Sind die Elektronen des deutschen Stroms in Schwarz-Weiß-Gold eingefärbt, damit man ihn vom französischen unterscheiden kann? Und klar, mit „deutschen Strom“ läuft alles besser, die elektromotoren surren einwandfrei im Gegensatz zu polnischem oder französischem Strom. Und wenn der Wind dann von Osten weht, vllt sogar aus Russland, schalten wir dann die Windräder aus, weil wir ja keine Enerige von Despoten wie Putin haben wollen? Es schadet doch uns mehr als Putin, wenn wir kein russisches Gas und Öl mehr kaufen. Die Russen finden Abnehmer in aller Welt, zumal jetzt wo Öl und Gas so kanpp sind. Und die superschlauen Europäer haben sich nun den Stuhl unterm Hintern weggezogen. Sie kaufen kein Öl mehr beim Despoten Putin, dafür aber bei denen vom Golf oder anderen SChukenstaaten. Aber man will ja nicht von Despoten abhängig sein. Wer kein Öl im Boden hat, ist immer abhängig von denen, die es haben. Stattdessen kauft man bei freund trump und bekommt einen Arschtritt nach dem nächsten. Nun haben die Europäer den Salat. Aus Russland wollen sie keine Energieträger mehr und durch den Golf kommen keine mehr. Und Wunder, oh Wunder, auf einmal verdient Russland an seinem Öl und Gas mehr als je zuvor. Da haben sich die superschlauen Europäer schön selbst ausgetrickst. Denn nun bezahlen sie für Öl etwa 50% mehr als vor einem Monat. Das wäre beim russischen Pipeline-Öl und -gas nicht passiert. Da gab es feste Lieferverträge, heute muss man die Preise am Spotmarkt zahlen. Aber klar: wir kaufen ja kein Öl bei Despoten und nehmen auch keine Kriege in Kauf. Meines Wissens hat aber nicht das despotische Mullah-Regime im Iran den Krieg angefangen sondern die guten Demokraten in den USA und Israel.
    Du meckerst über die AfD. Von denen habe ich zwar auch schon viel Blödsinn gehört, aber im Gegensatz zu dir hält sich deren Deutschtümelei in Grenzen. Dabei merkst du nicht einmal, dass kein Unterschied besteht zwischen Deinem Denken und dem der AfD. Jedenfalls habe ich bei denen noch niemanden vom deutschem Wind und deutschen Strom faseln hören. Aber wie Einstein schon sagte: Das Universum und die menschliche Dummheit sind grenznelos

  3. Lieber Christoph,
    entschuldige bitte, ich dachte, die Aussage „deutscher Strom aus deutschem Wind“ wäre als satirische Übertreibung sofort erkennbar. Hier der Hintergrund:
    Der Ausdruck ist eine satirische Hyperbel, die durch bewusste Übertreibung und Ironie die Absurdität nationalistisch geprägter Sprache aufzeigt. Solche Stilmittel sind typisch für politische Satire und dienen dazu, ideologische Klischees oder populistische Parolen zu entlarven.
    Konkret handelt es sich um eine Kombination aus:

    Hyperbel: Eine übertriebene Darstellung, um eine Aussage pointierter oder humorvoller zu machen.
    Satire: Die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Phänomenen durch Spott und Übertreibung.
    Ironie: Der Satz wirkt auf den ersten Blick ernst, ist aber inhaltlich absurd – genau das macht ihn ironisch.
    Parodie: Eine nachahmende, übertriebene Darstellung, die den ursprünglichen Stil oder die Haltung lächerlich erscheinen lässt.
    Ich hoffe, das klärt den Kontext

    • Ich habe den Eindruck, deine KI hat sich im ‚Deutsch-LK‑Modus‘ festgefahren. So viele Stilmittel auf einmal schafft sonst nur ein neuronales Netzwerk mit Überkompensationsdrang. Beim nächsten Mal bitte vorher dazuschreiben, ob der Kommentar von dir stammt oder von deiner KI, die gerade versucht, den Kleist‑Preis zu gewinnen.

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