TRIER/MAINZ/BERLIN – Der schwer erkrankte Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert wird sein für die Linke errungenes Bundestagsmandat aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten. Dies teilte die Partei in Berlin mit. An Traberts Stelle rückt die Trierer Kandidatin Lin Lindner ins Parlament nach.
Die Linke verbreitete eine Erklärung von Traberts Familie: «Nachdem unser Vater Gerhard Trabert mehrere schwere Schlaganfälle erlitten hatte, war er mehrere Monate in einer Reha. Diese Zeit endet nun und Gerhard kehrt nach Hause zurück. Trotz einiger kleiner Fortschritte in der Reha muss unser Vater weiterhin mit schweren Einschränkungen leben. Eine Rückkehr in das Leben, wie es bisher gewesen ist – und das vom Einsatz für die Menschen geprägt war – ist nicht möglich.»
Lin Lindner rückt in den Bundestag nach
Die Region Trier wird im Bundestag durch eine weitere Person vertreten: die 31-jährige Lin Lindner. Die Politikerin identifiziert sich als nicht-binäre Trans-Person und hat ihre politischen Schwerpunkte in einem Interview mit dem SWR dargelegt.
Schwerpunkte auf sozioökonomischen Themen
Lindner betonte in dem Interview, dass der Kampf für queere Rechte zwar sehr wichtig sei, aber nicht der zentrale Fokus ihrer politischen Arbeit. „Es ist extrem wichtig, queere Rechte zu verteidigen, aber es steht nicht im Mittelpunkt meiner Politik“, so Lindner.
Stattdessen möchte sie ihre persönlichen Erfahrungen in die Bundespolitik einbringen. „Ich bin in relativer Armut aufgewachsen“, sagte Lindner und ergänzte, dass sie sich für Menschen in ähnlichen Situationen einsetzen möchte. Ihr Ziel sei es, „diesen Blickwinkel in Berlin einzubringen“, um das Leben für diese Menschen zu erleichtern.

















