TRIER – Mit einem Gottesdienst im Trierer Dom hat Bischof Stephan Ackermann die Heilig-Rock-Tage eröffnet. Tausende Besucher werden zu dem zehntägigen Bistumsfest in Trier erwartet, bei dem der Heilige Rock als angebliches Gewand von Jesus Christus gefeiert wird.
Im Mittelpunkt der 26. Auflage der Reihe stehen tägliche Gottesdienste, Begegnungen, Konzerte und Ausstellungen. Zur Eröffnung kamen rund 750 Besucher in den Dom, wie die Sprecherin des Bistums sagte. Viele verfolgten sie auch über einen Live-Stream.
«Wir freuen uns sehr auf alle Menschen, die mit uns gemeinsam feiern möchten, egal welchen Alters, ob religiös oder nicht», sagte Dario Tumminelli, Organisationsleiter der Heilig-Rock-Tage. Unter dem Leitwort «Unbegreiflich: Ich hoffe» werde es wieder zahlreiche Angebote für alle Altersgruppen vom Kita-Kind bis zur Seniorin geben.
Blaulicht- und Queer-Gottesdienst
Ob die Reliquie, die in einem Schrein liegt, echt ist, kann nicht bewiesen werden. «Der Heilige Rock verweist auf Jesus Christus, deshalb ist die Reliquie auch heute vielen Menschen wichtig», sagte die Sprecherin. «Der Heilige Rock ist ein Symbol für die Einheit der Christen.» Deshalb heißt das jährliche Bistumsfest auch Heilig-Rock-Tage. Das Event erinnert an einen regionalen Katholikentag.
Auf dem Platz vor dem Dom gibt es wieder einen Fürbittort: Dort können Menschen ihre Gebetsanliegen aufschreiben und «Fürbittbändchen» aufhängen. Es gibt auch Gottesdienste für bestimmte Gruppen, unter anderem einen «Blaulichtgottesdienst» für Beschäftigte der Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste oder einen Queer-Gottesdienst.
Heiliger Rock ist nicht zu sehen
Während des Bistumsfestes ist die Heilig-Rock-Kapelle im Ostchor des Domes geöffnet. Zu sehen ist die Reliquie aber nicht. Sie liegt verschlossen in einem Holzschrein unter einem klimatisierten Glaszelt. Zuletzt war das Gewand 2012 bei einer Wallfahrt zu sehen – damals kamen knapp 550.000 Pilger nach Trier.
Die Geschichte des Heiligen Rockes besteht aus Legenden und Überlieferungen. Die heilige Helena, die Mutter des im vierten Jahrhundert in Trier residierenden römischen Kaisers Konstantin, soll ihn der Trierer Kirche geschenkt haben. Zum Bistum Trier gehören rund 1,1 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

















