Ehe-Aus? Immer seltener! Warum Rheinland-Pfalz sich weniger scheiden lässt

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Scheidung in Rheinland-Pfalz: Zwei Eheringe auf einem Tisch als Symbol für Ehe-Aus und rückläufige Scheidungszahlen.
Zwei Eheringe auf dem Tisch: In Rheinland-Pfalz geht die Zahl der Scheidungen seit Jahren tendenziell zurück. Foto: Symbolbild

RLP. Die Zahl der Scheidungen in Rheinland-Pfalz ist weiter rückläufig. Im Jahr 2025 wurden nach Angaben des Statistischen Landesamtes 6.915 Ehen von den Familiengerichten geschieden – 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders stabil zeigten sich Ehen zuletzt in Pirmasens, Neustadt an der Weinstraße und im Landkreis Germersheim.

Scheidungszahlen in Rheinland-Pfalz sinken weiter

In Rheinland-Pfalz werden immer weniger Ehen geschieden. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, wurden im Jahr 2025 insgesamt 6.915 Ehen durch Familiengerichte geschieden.

Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 1,3 Prozent. Der langfristige Trend ist damit eindeutig: Bereits seit 2011 geht die Zahl der Scheidungen im Land tendenziell zurück. Nur in den Jahren 2016 und 2022 gab es leichte Anstiege.

Mehr als 5.600 Kinder von Scheidungen betroffen

Hinter den Zahlen stehen oft auch Familien. Rund die Hälfte der im Jahr 2025 geschiedenen Paare hatte minderjährige Kinder.

Insgesamt waren nach Angaben der Statistikbehörde mehr als 5.600 Kinder und Jugendliche von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.

Wo Ehen besonders stabil sind

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Im Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2025 gab es die höchste Scheidungsrate in Zweibrücken. Dort wurden 10,4 Scheidungen je 1.000 bestehende Ehen gezählt.

Am stabilsten waren Ehen im gleichen Zeitraum in Pirmasens, Neustadt an der Weinstraße und im Landkreis Germersheim. Dort lag die Scheidungsrate jeweils bei 5,9 Scheidungen je 1.000 bestehende Ehen.

Langfristiger Trend: Weniger Trennungen vor Gericht

Die aktuelle Statistik bestätigt einen seit Jahren sichtbaren Trend: In Rheinland-Pfalz landen weniger Ehen vor dem Scheidungsgericht als noch vor gut einem Jahrzehnt.

Ob dies an veränderten Lebensmodellen, späteren Eheschließungen, stabileren Partnerschaften oder anderen gesellschaftlichen Entwicklungen liegt, geht aus den Zahlen selbst nicht hervor. Klar ist aber: Die Zahl der gerichtlichen Scheidungen sinkt weiter.

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