Energy-Drinks – Sponsor für Extremsport und Gaming

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Symbolbild; Foto: pixabay

Das süße Getränk, das einen wach und fit halten soll, hat jetzt schon eine mindestens 38 Jahre alte Geschichte. Der bekannteste Energy-Drink ist dabei wohl Red Bull. Das Unternehmen wurde 1984 gegründet, als Gründer Dieter Mateschitz in Thailand ein sehr ähnliches Getränk fand. Wo früher noch das Getränk selbst im Mittelpunkt stand, hat das Unternehmen besonders viele Mittel in die Marke an sich gesteckt. Mittlerweile wird das Getränk gar nicht mehr selbst von Red Bull hergestellt, sondern von externen Dienstleistern und Red Bull kümmert sich nur noch um den Auftritt seiner Firma, um das Marketing und neue Projekte.

Energy-Drinks im Extremsport
Gerade Energy-Drinks haben sich schnell als Sponsor für Extremsportarten hervorgetan. Die etablierten Marken wie Red Bull, Monster Energy und Rockstar bedienen dabei verschiedenste Nischen.

Red Bull
Red Bull hat sehr früh mit dem Sponsoring angefangen und organisiert riesige Wettbewerbe und Spektakel im Bereich Base-Jumping, Mountainbiking, Free Running, Snow-Boarding und noch vielen anderen. Im Jahr 2015 waren so über 600 Athletinnen bei Red Bull unter Vertrag. Die wohl bekannteste Aktion des Unternehmens ist wohl der Sprung von Felix Baumgartner aus der Stratosphäre. Ein Projekt, das Red Bull 50 Millionen Euro gekostet hat, aber eine Reichweite von mindestens 1,8 Milliarden TV-Geräten erzielte. Der Werbewert allein dieser Aktion wird auf um die acht Milliarden Euro geschätzt. Red Bull nimmt also sehr viel Geld in die Hand, um seine Marke zu pflegen und weiter auszubauen. So sponsert Red Bull mittlerweile nicht mehr nur Extremsportarten, sondern auch Fußball und Ski-Sportarten. In Deutschland ist vor allem der RB-Leipzig und das Eishockeyteam EHC München bekannt, Fußballer Neymar und verschiedene Skispringer.

Monster Energy
Die Dose mit dem grünen Logo aus den USA ist vor allem im Motorsport wie Motocross, der Motor Rally, aber auch in Sportarten wie BMX, Snowboarden, und Surfen aktiv. In den USA ist die Marke beim Verkauf mit Red Bull fast auf einem Level, in Europa sind diese Zahlen dagegen ein wenig geringer. Monster setzt bei seinem Marketing den Fokus vor allem auch auf Frauen und wirbt mit seinen Athletinnen, um sich so gerade von Red Bull besser absetzen zu können, die vornehmlich mit männlichen Gesichtern werben. Zu sehen sind dann die „Snow-Cats“, ein „All Female Snowboarding Video“ und Monster richtet jährlich die X-Games aus, das „größte Spektakel im Winter-Actionsport“.

Sponsoring im Gaming Bereich
Gerade im Gaming Bereich sprießen neue Marken nur so aus dem Boden. Dabei möchten sie sich vor allem von den etablierten Marken absetzen und Energy-Drinks neu definieren. Auch in diesem Bereich ist angekommen, dass der Kunde sich in den letzten Jahren immer gesünder ernähren möchte. Im Gaming Bereich wird der Fokus vor allem auf die mentale Unterstützung gelegt, teilweise werden Supplements aus dem Fitnessbereich benutzt, um das Gehirn mit Energie zu versorgen. Der Marketingfokus auf die Gesundheit und stellenweise natürliche Unterstützung grenzt diese neuen Marken schnell von etablierten Marken wie Red Bull ab.

Sponsoring von Teams
Der E-Sports-Bereich ist definitiv in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Riesige hoch dotierte Events von Spielen wie League of Legends, Dota, Counter-Strike und anderen, locken ein Millionenpublikum an und die Preise liegen auf einem sehr hohen Niveau. E-Sports Profi werden von diversen Marken gesponsort und können den Sport so zu ihrem Hauptberuf machen, wie in anderen Sportarten auch. In Deutschland gibt es sogar Teams von Kaufland und Schalke im E-Sports Bereich. Monster Energy ist hier auch zu einem sehr großen Sponsor von großen Teams wie Fnatic, Team Liquid und ganzen Events in diesem Bereich geworden. Am 5. April 2022 wurde bekannt, dass auch die Dreamhack in diesem Jahr wieder stattfindet, ein großes E-Sports-Event, mit Cosplay-Wettbewerben, Auftritten von Influencern und B2B-Bereichen. Ein großer Sponsor für dieses Event ist Monster-Energy.

Energy-Drinks als Werbepartner
Gerade Twitch ist eine der Haupteinnahmequellen für viele Influencer geworden. Gerade im Gaming Bereich, aber auch wenn diese nur mit ihren Zuschauern reden. Ein Weg, um die Einnahmen auf dem Twitch Portal zu maximieren, ist natürlich der Weg über Werbepartnerschaften mit externen Unternehmen. Dabei werden Produkte im Stream platziert, vorgestellt oder verzehrt. Twitch Streamer gehen dabei sehr offen mit ihren Partnerschaften um.

Fazit
Energy-Drinks haben schon immer Extremsportarten bedient, laut einer Umfrage kaufen fast 9 Millionen Personen mindestens alle 14 Tage Energydrinks und die Zahlen steigen dabei konstant an. Trotz der ganzen Anstrengung der Marketingabteilung von Energy-Drinks sind diese aber aufgrund des hohen Koffeinanteils und anderen Zusatzstoffen aber auch immer mit Vorsicht und in Maßen zu genießen.

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