Post-Corona-Ära: So bleiben Hotels wettbewerbsfähig

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Foto: pixabay

Social Distancing, Hygienevorschriften, Maskenpflicht – Die Corona-Krise hat kaum einen Lebensbereich unberührt gelassen. Insbesondere die Tourismusbranche war und ist von Existenznöten betroffen. Bereits zu Beginn der Pandemie gab es weltweit knapp 60 Prozent weniger Touristenankünfte im Vergleich zum Vorjahr. Die größten Verlierer: Hotels. Denn Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen zwangen diverse Hotelbetriebe immer wieder zur temporären Schließung. Aber auch der Wunsch nach mehr Privatsphäre und die Sorge um die Ansteckungsgefahr veranlasste Gäste, sich vermehrt nach abgelegeneren Einzelunterkünften umzuschauen.

Zwar ist die nahe Zukunft der Branche bis heute zum Teil noch ungewiss. Aber es gibt Grund zur Hoffnung. Denn mit voranschreitenden Impfungen in einer Reihe von Ländern nimmt auch die Reiselust wieder zu. Dieser Sommer bietet eine große Chance für die Tourismusbranche, sich von der Krise zu erholen. In diesem Artikel lesen Sie daher, welche Schritte Hotels einleiten sollten, um in der Post-Corona-Ära wettbewerbsfähig zu bleiben.

Stellen Sie sich auf die (neuen) Bedürfnisse Ihrer Gäste ein
Gestalten Sie den Hotelaufenthalt so persönlich wie möglich, um Ihren Gästen im Gedächtnis zu bleiben. Dazu ist zunächst eine umfangreiche Recherche der aktuellen Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe nötig. Diese haben sich in den vergangenen Monaten und Jahren stark weiterentwickelt und umfassen unter anderem die folgenden Trends:

– Sicherheit und Sauberkeit
– Eine faire Corona-Politik mit guten Buchungs- und Stornobedingungen
– Nachhaltigkeit und Umweltschutz, z.B. durch Plastikfreiheit
– Kooperationen mit lokalen Lieferanten
– Smart Rooms: digitale Licht- und Temperatureinstellungen, Streamingdienste im Hotelzimmer, kabellose Ladestationen für Smartphones

Bei einem authentischen Hotelerlebnis steht außerdem immer der professionelle und persönliche Umgang mit den Gästen im Vordergrund. Hoteliers sollten sich daher um intelligente Lösungen bemühen, die organisatorische Prozesse digitalisieren. Unternehmensplattformen, wie beispielsweise die Opera Hotels Software, sparen Angestellten viel Zeit, die wiederum zur optimalen Betreuung von Gästen genutzt werden kann.

Verbessern Sie Ihren Onlineauftritt
Die Digitalisierung hat im Jahr 2020 einen Aufschwung erlebt und Verbraucher*innen haben ihr Kommunikations- und Konsumverhalten verstärkt in die Onlinewelt verlagert. Für Hotels bedeutet dies, dass der eigene Onlineauftritt perfekt sein muss. Die Webseite sollte interaktiv gestaltet, die Information für Gäste stets auf dem neuesten Stand, und der Buchungsprozess reibungslos sein. Das sind allerdings zunächst nur die Grundlagen. Um aus der Masse herauszustechen, gibt es einige weitere Aspekte zu beachten. Dazu gehören zum Beispiel regelmäßig veröffentlichte Inhalte, die potenzielle Kund*innen über Aktuelles in der Region informieren. Suchmaschinen erkennen die Relevanz der Webseite und zeigen sie Zielpersonen deswegen weit oben in den Google Suchergebnissen an. Schließlich nützt ein toller Onlineauftritt wenig, wenn niemand darauf aufmerksam wird.

Die neu gewonnenen Besucher*innen der Webseite müssen anschließend von einem Aufenthalt in Ihrem Hotel überzeugt werden. Dazu durchlaufen sie eine sogenannte „Customer Journey“, also eine Kundenreise, die idealerweise mit der Buchung eines Hotelzimmers endet. Dieser Begriff aus dem Marketing umfasst nicht nur die Berührungspunkte auf der Webseite selbst, sondern auch Informationen von anderen Plattformen, wie Bewertungsportale und Reiseblogs.

Legen Sie den Fokus auf digitale Kommunikation
Nicht nur die eigene Präsentation, sondern auch die Kommunikation mit Gästen findet mittlerweile verstärkt digital statt. Mithilfe von Newslettern, Online-Werbung und der Erstellung von Inhalten für diverse Social Media-Plattformen haben Hotels heutzutage grenzenlose Möglichkeiten, ihre Zielgruppe anzusprechen. Dabei sind Emotionen der Schlüssel zum Erfolg. Hotels sollten aktuelle, für die Zielgruppe relevante Trends thematisieren, um potenziellen Gästen zu zeigen, dass sie auf der gleichen Wellenlänge sind.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Online-Kommunikation ist die Wechselseitigkeit. Achten Sie darauf, nicht nur Inhalte zur Verfügung zu stellen, sondern sich auch mit den entsprechenden Reaktionen zu beschäftigen. Das bedeutet konkret: Beantworten Sie Kommentare in den Sozialen Medien und reagieren Sie schnell auf Anfragen oder Anregungen auf allen Kanälen.

Belohnen Sie Direktbucher*innen
Eine professionelle Onlinepräsenz verbessert automatisch die Chance, mehr Direktbuchungen zu erhalten. Gegenüber Reservierungen über sogenannte OTAs (Online Travel Agencies) haben Direktbuchungen eine Reihe von Vorteilen. Zum Beispiel können Hoteliers dadurch auf teilweise hohe Provisionszahlungen verzichten. Außerdem findet im Fall einer externen Buchung die gesamte Kommunikation über das entsprechende Buchungsportal statt, sodass zukünftige Gäste nicht von Ihrem Hotel kontaktiert werden können. Auch mögliche Fragen erreichen das Hotel nicht, sondern werden an Booking.com, Expedia und Co. gerichtet.

Direktbuchungen können beispielsweise durch Rabatte für das hoteleigene Restaurant oder den Wellness-Bereich belohnt werden.

Würdigen Sie Loyalität
In einer Zeit, in der die Gesamtzahl von Tourist*innen stark gesunken ist, sind wiederkehrende Gäste ganz besonders wichtig für Hotels. Stellen Sie deswegen sicher, dass Kund*innen sich an Ihr Hotel erinnern. Eine Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, ist die Implementierung von E-Mail-Marketing Kampagnen. Kreieren Sie Newsletter, die ehemalige Gäste über Neuerungen oder spezielle Angebote sowie Discounts informieren.
Diese Strategie hat in der Post-Covid-Ära besonders großes Potenzial, weil immer mehr Menschen im eigenen Land reisen und ein erneuter Aufenthalt im gleichen Hotel deswegen realistischer ist als bei exotischen Zielen, die mit einer langen Anreise verbunden sind. Auch Empfehlungen an Freund*innen und Verwandte könnten Ihrem Hotel aus diesem Grunde ganz besonders viel nutzen.

Fördern Sie Innovationen
Wer in der Post-Corona-Ära wettbewerbsfähig bleiben möchte, muss Produkte und Dienstleistungen ständig erneuern und aktuellen Entwicklungen anpassen. Dazu ist es wichtig, Trends und Bedürfnisse immer im Blick zu behalten, um bei Veränderungen schnell handeln zu können. Innovationen müssen nicht immer besonders teuer und aufwendig sein. Bereits kleinere Details können große Unterschiede machen und das Hotel von der Masse abheben. Denn: wer stagniert, wird von der Konkurrenz überholt.

Die folgenden Möglichkeiten können bei der Förderung von Innovation hilfreich sein:

– Achten Sie auf eine hohe Diversität bei der Zusammenstellung Ihres Teams. Verschiedene Altersgruppen, Herkünfte und Geschlechter sorgen für einen vielfältigeren Austausch frischer Ideen.
– Fördern Sie die Motivation der Mitarbeiter*innen und schaffen Sie Anreize für besonders innovative Ideen, die ihr Hotel auch in der Post-Corona-Ära wettbewerbsfähig machen
– Bereiten Sie das gesamte Team ausführlich auf strategische Änderungen vor. Nur, wenn alle an einem Strang ziehen, gelingt ein erfolgreicher Wandel.

Nutzen Sie Misserfolge zu Ihrem Vorteil
Nicht jede mutige Entscheidung wird so erfolgreich sein wie erwartet. In einer Zeit des konstanten Wandels ist es wahrscheinlich, dass Hoteliers Trends missinterpretieren oder von unerwarteten Corona-Maßnahmen überrascht werden. In solchen Situationen ist es wichtig, die Misserfolge zu dem eigenen Vorteil zu nutzen. Der größte Fehler, der Ihnen in der Post-Corona-Ära unterlaufen kann, ist kein Misserfolg, sondern anschließende Ignoranz. Seien Sie offen für Wandel und akzeptieren Sie die neue Situation.

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