Bistum Trier: Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs nimmt Arbeit auf

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Symbolbild; Foto: dpa

TRIER. Die unabhängige Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bistum Trier hat ihre Arbeit aufgenommen.

Das erste Treffen sei am Samstag gewesen, teilte das Bistum am Montag in Trier mit. Im Fokus der Aufarbeitung durch Unabhängige steht die Institution Kirche. Dabei geht es um «Verantwortlichkeiten» – darum, wie man mit Tätern und Opfern umgegangen ist. «Die Kommission bekommt vollen Zugang zu den Akten», sagte Bischof Stephan Ackermann.

Die jüngste Bistumsgeschichte sei auch eine Zeit gewesen, «in der Kindern und Jugendlichen schreckliche Gewalt angetan worden ist». Die Aufarbeitungskommission werde hoffentlich dabei helfen, der Kirchen- und Glaubensgeschichte im Bistum und der Wahrheit, so schmerzlich sie sei, «ehrlich ins Gesicht zu schauen», erklärte Ackermann.

Die Kommission besteht aus sieben Mitgliedern. Neben Vertretern des Betroffenbeirats seien unter anderem eine Psychologin, ein Jurist und ein Historiker Teil der Kommission. Die Mitglieder sind laut Bistum zunächst für drei Jahre ernannt. Insgesamt soll die Aufarbeitung sechs Jahre dauern – jährliche Zwischenberichte seien vorgesehen.

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