Zahlungsunfähig – Mehr als 3000 Beschäftigte von Firmeninsolvenzen betroffen

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Symbolbild; dpa

MAINZ. Wegen einer Insolvenz ihres Arbeitgebers mussten im ersten Quartal des Jahres 3289 Beschäftigte in Rheinland-Pfalz um ihren Arbeitsplatz fürchten. Obwohl die Zahl der neu angemeldeten Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum ersten Quartal 2020 um 22,9 Prozent auf 138 sank, stieg die Zahl der davon betroffenen Arbeitsplätze um 76,4 Prozent. Als Grund nannte das Statistische Landesamt am Dienstag in Bad Ems die Zahlungsunfähigkeit von mehreren größeren Unternehmen.

Wegen der Corona-Pandemie war die Pflicht zum Insolvenzantrag unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 30. April 2021 ausgesetzt.

Auch die Höhe der Schuldenlast der betroffenen Unternehmen war im ersten Quartal 2021 höher als 2020: Das Volumen der voraussichtlichen Forderungen von Gläubigern belief sich auf insgesamt rund 406 Millionen Euro, fast dreimal so viel (plus 191 Prozent) wie ein Jahr zuvor.

Die meisten Insolvenzanträge stellten Dienstleistungsunternehmen (24 Fälle), gefolgt von Firmen aus dem Baugewerbe (22 Fälle). Regional gab es bezogen auf die Gesamtzahl der Unternehmen die meisten Insolvenzen in den Städten Zweibrücken und Neustadt an der Weinstraße. In den Landkreisen Bad Kreuznach und Neuwied gab es im ersten Quartal des Jahres gar keine Unternehmensinsolvenz.

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