Trier: Nach offener Ankündigung „Stadt lahm gelegt“ – Polizei sucht Zeugen zum „Blockade-Aufbau“

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Foto: INSTAGRAM-(screenshot)

TRIER. Wie lokalo.de berichtete, blockierte eine Personengruppe – nach offener vorheriger Ankündigung im Internet – am vergangenen Samstag, gegen 12 Uhr inmitten des samstäglichen Berufs- und Freizeitverkehrs das Krahnenufer und verursachte dadurch kilometerlange Staus im Stadtgebiet.

Die eingesetzten Beamten trafen vor Ort auf eine 15-köpfige Personengruppe, die sich jeglicher Kommunikations- und Kooperationsversuche der Polizeibeamten verweigerte. Hierbei handelte es sich um Aktivisten aus dem Spektrum der Protestszene gegen den Moselaufstieg.

Diesen Umstand möchte die Polizeiinspektion Trier zum Anlass nehmen, um zu verdeutlichen, dass ein solches Handeln erhebliche Auswirkungen haben kann. Im vorliegenden Fall war eine der hochfrequentierten innerstädtischen Transitachsen für fast zwei Stunden blockiert, was – trotz intensiver Verkehrslenkungsmaßnahmen durch den Einsatz starker Kräfte der Trierer Polizei – zu massiven Rückstaus und dem in Teilen vollständigen Erliegen des Verkehrs auf dem Alleenring führte.

So wandte sich in einem Fall ein älterer Mann hilfesuchend an die Polizeibeamten vor Ort, da er in großer Sorge war, seinen zweiten Corona-Impftermin zu verpassen. Kurzerhand fuhren die eingesetzten Beamten den Mann zum Impfzentrum.

Die Blockade führte zu einer eingeschränkten Erreichbarkeit der städtischen Krankenhäuser. Auch Anfahrtswege für Rettungskräfte waren im Innenstadtbereich erheblich beeinträchtigt.

„Mich irritiert es schon, dass Personen unsere Kooperationsangebote ausschlagen und unseren bürgernahen Ansatz gezielt konterkarieren“ so der neue Leiter der Polizeiinspektion Trier, Polizeioberrat Christian Hamm. Er appelliert an die Aktivisten, den Gesprächsfaden wiederaufzunehmen, um deren Protest versammlungsfreundlich begleiten zu können und die Auswirkungen für die Trierer Bevölkerung sowie deren Gäste abmildern zu können.

Zur lückenlosen Aufklärung der Vorgänge setzt die Trierer Polizei auf die Mitarbeit der Bevölkerung. Zeugen, die den Aufbau der Blockade sowie das Geschehen vor Ort beobachtet haben, werden gebeten sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Trier rund um die Uhr unter der Telefonnummer 06561/9779-5210 entgegen.

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