Vier Geldautomaten gesprengt? Staatsanwaltschaft Trier klagt junges Täter-Duo an!

1

Wie die Staatsanwaltschaft Trier mitteilt, hat diese gegen zwei Männer im Alter von jeweils 22 Jahren und eine 20-jährige Frau Anklage wegen gemeinschaftlichen versuchten schweren Bandendiebstahls und Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion zur Jugendkammer des Landgerichts Trier erhoben.

Den Angeschuldigten wird nach dem Ergebnis der vom Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz geführten Ermittlungen zur Last gelegt, in vier Fällen gemeinschaftlich versucht zu haben, Geldautomaten verschiedener Geldinstitute unter Verwendung von Gasgemischen zu sprengen, um das darin befindliche Bargeld zu entwenden. Ihnen gelang es jedoch in keinem Fall, Geld zu erbeuten.

Am 06.05.2020 brachten die Angeschuldigten einen Geldautomaten der Kreissparkasse Vulkaneifel zur Explosion, der in einem freistehenden Pavillon vor einem Lebensmittelmarkt in Hillesheim angebracht war. Da der Tresor des Geldautomaten der Sprengung standhielt und verschlossen blieb, gelang es den Angeschuldigten nicht, das darin befindliche Bargeld zu erbeuten. Der entstandene Sachschaden belief sich auf schätzungsweise 100.000 Euro.

Zu weiteren Versuchen, Geldautomaten zu sprengen, kam es in der Nacht zum 22.06.2020 in Bernkastel-Kues, in der Nacht zum 28.06.2020 in Königswinter und in der Nacht zum 08.07.2020 in Antweiler. Die Angeschuldigten verwendeten für die Taten jeweils Fahrzeuge, an die sie – um unerkannt zu bleiben – zuvor entwendete KfZ-Kennzeichen angebracht hatten. Sie maskierten sich und trafen jeweils an den Geldautomaten Vorbereitungen für eine Sprengung. In Bernkastel-Kues gaben sie ihr Vorhaben während der Tatbegehung auf, weil sie sich von Passanten entdeckt fühlten. In Königswinter mussten sie ihr Vorhaben abbrechen, da durch das Hantieren am Geldautomaten eine zum Einbruchsschutz installierte Vernebelungsanlage ausgelöst wurde. In Antweiler gelang es den Ermittlern des Landeskriminalamts, die zwei männlichen Angeschuldigten auf frischer Tat festzunehmen und so zu verhindern, dass die Angeschuldigten mit der Einfüllung des Gasgemischs in den Geldautomaten beginnen konnten.

Die Staatsanwaltschaft geht nach den im Rahmen der Ermittlungen gewonnenen Erkenntnissen davon aus, dass die Angeschuldigten arbeitsteilig vorgingen. Während die beiden männlichen Angeschuldigten jeweils vor Ort die Sprengungen ausführten beziehungsweise ausführen sollten, soll die 20-jährige weibliche Angeschuldigte in erster Linie in die Planung und Vorbereitung der Taten involviert gewesen sein.

Die beiden männlichen Angeschuldigten befinden sich seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft aufgrund von Haftbefehlen des Amtsgerichts Trier. Der gegen die 20-Jährige ergangene Haftbefehl ist inzwischen von Amtsgericht Tier gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Die Angeschuldigten, die aus Nordrhein-Westfalen stammen, sind bislang nicht vorbestraft.

Das Landgericht hat nunmehr über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden. Ein Termin zur Hauptverhandlung ist noch nicht bestimmt.

1 KOMMENTAR

  1. Ha ha keine Beute nur Sachschaden gab’s da kein you tube Erklärvideo im Netz?

    Für den Sachschaden werden sie wohl bis ans Ende ihrer Tage bezahlen dürfen. Willkommen Hartz 4

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.