Einzigartige Pflanzenvielfalt: Geschützte Orchideen im Naturpark Südeifel

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Foto: Zweckverband Naturpark Südeifel ZV

IRREL. Der Naturpark Südeifel verfügt über seltene und streng geschützte Orchideenarten, zu ihnen zählt auch die Bocksriemenzunge (Orchis Himantoglossum hircinum). Sie blüht von Mai bis Juni auf Halbtrockenrasen und trockenen Wiesen, generell mag sie kalkhaltige Böden.

Die filigranen Pflanzen dürfen weder zertreten noch gepflückt werden. Ausgraben und Umpflanzen sind ebenfalls verboten und zudem sinnlos. Denn Orchideen sind mit ihrem Standort tief verwurzelt, sie bilden eine Symbiose mit den sogenannten Mykorrhiza-Pilzen, ohne deren Nährstoffe die Samen der Orchideen nicht keimen können. Sie können daher nur an dem Standort wachsen, an dem der für sie notwendige Wurzelpilz lebt. Ein Ausgraben und Umpflanzen der Orchideen führt zu einem Absterben dieser Wurzelpilze.

Wer sich über die im Naturpark heimischen Arten informieren will, kann die reich bebilderte Broschüre zum Orchideenschutz in der Südeifel mit den Steckbriefen der 30 heimischen Arten auf der Webseite des Naturpark Südeifel (www.naturpark-suedeifel.de) herunterladen.

Über den Naturpark Südeifel:

Der Naturpark Südeifel ist ein Schutzgebiet mit einer Fläche von 432 Quadratkilometern in der Eifel, das sich wegen seiner landschaftlichen Vielfalt und dem damit verbundenen Artenreichtum der hier beheimateten Flora und Fauna für ein intensives Naturerleben besonders eignet. Er gehört zu den attraktivsten Landschaften Deutschlands, diese sind durch 16 Nationalparke, 18 Biosphärenreservate und 104 Naturparke geschützt. Natur ist dabei nicht nur Kulisse für touristische Aktivitäten, sondern Grundlage für einen großen Bereich des Tourismus. Denn diese als Nationale Naturlandschaften bezeichneten Schutzgebiete halten für touristische Gäste und Einheimische viele nachhaltige Möglichkeiten bereit, Natur zu erleben und sich in ihr zu erholen, ohne die Natur-Werte zu gefährden. (Quelle: Zweckverband Naturpark Südeifel ZV)

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