Kinderhilfswerk verschenkt 50 Schulranzen in Trier

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Symbolbild

Bildquelle: Pixabay

TRIER. Das Deutsche Kinderhilfswerk verschenkt heute mit Unterstützung der BBBank und der BBBank Stiftung 50 Schulranzen in Trier. Damit soll gezielt im Bildungsbereich geholfen werden, denn immer mehr Kinder werden auf Grund ihrer sozialen Herkunft zu Bildungsverlierern. Die Schulranzen sind gefüllt mit Federmappen, Buntstiften, Schulheften und einem Sportbeutel.

„Die Schule ist für jedes Kind ein ganz besonderes Erlebnis. Für das Budget vieler Familien ist sie aber leider weniger ein freudiges Ereignis, als vielmehr eine enorme finanzielle Belastung“, so Ralf Göttert, Regionalbetreuer des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Das Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung fängt das nicht vollständig auf, trotzdem ist es wichtig, dass Eltern diese Leistung für ihre Kinder beantragen. In Trier leben viele Kinder, deren Eltern kein oder nur ein geringes Einkommen haben. Auch diese Kinder haben ein Recht auf Chancengleichheit. Wir können heute mit den Ranzen zwar ganz konkret helfen, trotzdem ist das nur ein kleiner Tropfen auf einen heißen Stein. Das Deutsche Kinderhilfswerk ruft Bund, Länder und Kommunen dazu auf, diesen Kindern mehr als bisher zu helfen und sie besser als bisher zu unterstützen.“

Angelika Birk, Bürgermeisterin der Stadt Trier und Schirmherrin der Schulranzenaktion, fügt hinzu: „Soziale Herkunft darf nicht über Bildungsperspektiven entscheiden. Deshalb appelliere ich an alle Eltern bedürftiger Kinder, ihre Ansprüche aus dem Bildungs- und Teilhabepaket geltend zu machen. Durch die Erhöhung der Wohngeldgrenzen bekommt noch ein größeres Spektrum von Familien Zugang zum Bildungs- und Teilhabepaket. Da es aber noch Armut jenseits dieses Paketes gibt, begrüße ich entsprechende Projekte, wie beispielsweise die Schulranzenaktion, sehr. In Trier sind das Jugendamt oder das Jobcenter für die Gewährung von Bildungs- und Teilhabeleistungen zuständig. Die gute Beratung ist einer der Gründe, die Zuständigkeit bei der Stadtverwaltung zu konzentrieren, unabhängig davon, auf welchem Grund die Leistungsberechtigung beruht.“

Herbert Volz, Vertriebsdirektor für Hessen und Rheinland-Pfalz der BBBank, ergänzt: „Bildung ist ein wichtiges Gut unserer Gesellschaft. Als große Mitgliedergemeinschaft möchten wir dazu beitragen, die Bildungsmöglichkeiten von Kindern zu verbessern. Die Schulranzenaktion, die für arme Kinder mehr Bildungsgerechtigkeit schafft, unterstützen wir sehr gerne.“

Soziale Sicherheit für Kinder und Bildungsgerechtigkeit sollten in einer der reichsten Industrienationen der Welt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Die Realität sieht aber seit vielen Jahren anders aus. In Deutschland ist jedes fünfte Kind von Armut betroffen und vielfach entscheidet der Geldbeutel der Eltern über die Bildungschancen von Kindern. Hier hilft das Deutsche Kinderhilfswerk durch Unterstützung von Projekten und Initiativen, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, zum Grundsatz ihrer Arbeit gemacht haben, aber auch durch unbürokratische Hilfe, wie mit seiner jährlichen Schulranzenaktion. Dabei wurden bisher über 15.000 Schulranzen im Wert von mehr als zwei Millionen Euro an Kinder in ganz Deutschland verteilt.

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