KONZ. Großer Polizeieinsatz in Konz: Ein Zeuge meldete mehrere Personen mit Schusswaffen in der Max-Planck-Straße. Zwei Männer sollten sich gegenseitig mit Gewehren bedrohen, auch Schussgeräusche waren zu hören. Vor Ort stellte sich heraus: Es handelte sich um täuschend echt aussehende Spielzeugwaffen.
Polizei rückt nach Waffenmeldung nach Konz aus
Am Mittwochabend gegen 19.30 Uhr ist es in Konz zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Ein Zeuge hatte der Polizei mehrere Personen mit Schusswaffen in der Max-Planck-Straße gemeldet.
Nach der Mitteilung sollten sich zwei Männer gegenseitig mit Gewehren bedrohen. Außerdem seien Schussgeräusche zu hören gewesen.
Die Polizei reagierte umgehend: Einsatzkräfte mehrerer Dienststellen wurden in Schutzausstattung zum Einsatzort entsandt.
Drei Männer kommen aus Gebäude
Die mutmaßlich bewaffneten Personen hatten sich zwischenzeitlich in ein Gebäude in der Nähe zurückgezogen. Nach Aufforderung durch die Polizei kamen schließlich drei Männer freiwillig aus dem Gebäude.
Sie wurden von den Einsatzkräften widerstandslos fixiert.
Täuschend echte Spielzeugwaffen statt echter Gewehre
Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich bei den Gewehren um sogenannte Gel Blaster handelte. Das sind täuschend echt aussehende Spielzeugwaffen, die Gelkugeln verschießen und in diesem Fall auch Schussgeräusche simulierten.
Nach Angaben der beiden beteiligten Männer im Alter von 31 und 16 Jahren habe es sich bei der scheinbaren Bedrohungslage lediglich um ein Spiel gehandelt. Der dritte Mann scheint nach ersten Erkenntnissen nicht an dem „Spiel“ beteiligt gewesen zu sein.
Schreckschusspistole ohne Berechtigung dabei
Zusätzlich zu den Spielzeuggewehren hatte der 31-Jährige eine Schreckschusspistole dabei. Für das Führen dieser Waffe fehlte ihm nach Polizeiangaben die notwendige Berechtigung.
Auch das Führen täuschend echt wirkender Spielzeugwaffen, sogenannter Anscheinswaffen, ist in der Öffentlichkeit verboten.
Die Polizei ermittelt nun wegen möglicher Straftaten und Ordnungswidrigkeiten.
Polizei warnt eindringlich vor solchen „Spielen“
Die Polizei macht deutlich: Das Führen von Spielzeugwaffen in der Öffentlichkeit kann zu extrem gefährlichen Situationen führen.
Bei einer solchen Meldung gehen Einsatzkräfte grundsätzlich von einer realen Gefahr durch scharfe Schusswaffen aus und reagieren entsprechend. Dabei könne es auch zur Androhung oder letztlich zum Einsatz der Dienstwaffe kommen.
Die Polizei fordert daher dringend dazu auf, täuschend echt aussehende Waffen niemals „im Spaß“ in der Öffentlichkeit zu führen.



















