Trier: Rot-Gelb statt Weiß-Rot – Neues Design für Trierer Feuerwehrfahrzeuge

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Deutlicher Unterschied. Ein alter Re􀁇ungswagen (rechts) und ein neuer (links), die bei Dunkelheit mit Licht angestrahlt werden. Das neue Design sorgt für bessere Sichtbarkeit. Foto: Presseamt Trier/em

TRIER – Neue Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Trier kommen künftig in einem neuen Design daher: Statt in Rot-Weiß werden sie künftig in den Stadtarben Rot-Gelb foliert, tragen den Stadtpatron an der Seite und haben einen wesentlich größeren Anteil an reflektierender Fläche.

Das berichtet die Trierer Rathaus Zeitung in ihrer neuesten Ausgabe vom Dienstag.

Hintergrund dieser Umstellung sind geänderte Normen. Die ersten neu angeschafften Fahrzeuge in der neuen Farbgebung stellte die Feuerwehr jetzt in der Wache 2 in Ehrang vor.

Zwei neue Rettungswagen (RTW,) zwei so genannte Kommandowagen (KdoW), zwei Krankentransportwagen (KTW) und ein Kleinalarmfahrzeug (KLAF) fahren ab sofort mit der neuen Farbgebung zu Einsätzen.

Alle neu angeschafften Einsatzfahrzeuge werden dann künfig im neuen Design angeschafft. Grund für das neue Aussehen sind geänderte Vorgaben: „Die entsprechende DIN hat sich geändert“, erklärt der stellvertretende Feuerwehrchef Dr. Andreas Palzer. Bei dem alten Design sei der Rot-Anteil zu gering. Das habe man jetzt angepasst.

Zusätzlich verwende man jetzt einen viel höheren Anteil an reflektierenden Folien, um höchstmögliche Sichtbarkeit tagsüber und nachts sicherzustellen. Ein Teil dieser Folien ist in so genannten Battenberg-Kacheln angeordnet. Diese nutzen den Kontrast einer hellen Leuchtfarbe, in diesem Fall Gelb, und einer dunklen Farbe, in diesem Fall Rot, angeordnet in sich abwechselnden Rechtecken auf den Seiten des Fahrzeugs.

„Mit dem neuen Design mit den Battenberg-Kacheln wollen wir eine höchstmögliche Sichtbarkeit tagsüber und nachts gewährleisten und so eine bestmögliche Sicherheit für unsere Einsatzkräfte und die anderen Verkehrsteilnehmer sicherstellen“, begründet Palzer.

Bei dieser Gelegenheit habe man auch den Stadtpatron Petrus aus dem Stadtwappen prominent auf den Fahrzeugen platziert. „Das erhöht den Wiedererkennungswert, ist aber auch für uns selbst wichtig“, betont Palzer. Der Stadtpatron prange seit eh und je auf Fahrzeugen und Uniformen der Feuerwehr. „Für uns als Feuerwehr ist das identitätsstiftend“, verrät Palzer.

Fahrten durch tiefes Wasser möglich

Am häufigsten werden die Rettungswagen (RTW) im Stadtbild zu sehen sein, die rund um die Uhr zu medizinischen Notfällen ausrücken, während die Krankentransportwagen (KTW) für den Transport nicht lebensbedrohlich erkrankter oder verletzter Personen zum Einsatz kommen. Die Kleinalarmfahrzeuge (KLAF) werden beispielsweise für kleinere technische Hilfeleistungen oder Tierrettungen eingesetzt.

Besonders auffällig sind auch die beiden neuen geländegängigen Kommandowagen, die vor allem für Erkundungseinsätze genutzt werden. „Die Beschaffung dieser Fahrzeuge ist eine Lehre aus der Ehranger Flut“, sagt Palzer. Was die neuen Fahrzeuge können, weiß Christian Feld von der Abteilung Technik der Feuerwehr: „Die Geländewagen können nicht nur abseits von Straßen und Wegen fahren, sondern auch durch 80 Zentimeter tiefes Wasser.“ Auch Seilwinden gehörten zur Ausstattung, die Fahrzeugdächer seien vollständig begehbar, und mit Leitern ausgestattet, damit Personen bei einem Hochwasser aus Fenstern gerettet werden könnten.

(Quelle: Trierer Rathaus Zeitung / Ernst Mettlach vom 21.04.26)

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