TRIER. Wie soll der Viehmarktplatz in Zukunft aussehen? Bei der laufenden Bürgerbeteiligung in Trier zeichnet sich zur Halbzeit ein klarer Favorit ab: Das Klima-Szenario liegt deutlich vorne. Mehr als 1.300 Triererinnen und Trierer haben sich laut Stadt bereits beteiligt – und rund 76 Prozent stimmen bislang für mehr Grün, Schatten und Wasserelemente auf dem zentralen Platz. Hier gehts zur Abstimmung um den Trierer Viehmarktplatz.
Bürgerbeteiligung in Trier: Klima-Szenario klar vorne
Noch bis zum 3. April können Bürgerinnen und Bürger auf der städtischen Plattform über ihren Favoriten für eine mögliche Umnutzung des Viehmarktplatzes abstimmen. Zur Halbzeit der Beteiligung ist das Bild deutlich: Das Klima-Szenario führt mit knapp 76 Prozent der Stimmen.
Das Freizeit-Szenario kommt aktuell auf rund 21 Prozent, das Minimal-Szenario liegt mit etwa 3 Prozent klar abgeschlagen hinten.
Damit zeigt sich schon jetzt: Viele Trierer wünschen sich für den Viehmarktplatz offenbar vor allem mehr Aufenthaltsqualität, mehr Grün und bessere Lösungen gegen Hitze in der Innenstadt.
Darum geht es beim Viehmarktplatz in Trier
Der Stadtrat hatte die Verwaltung im vergangenen Jahr beauftragt, ein neues Nutzungs- und Gestaltungskonzept für den Viehmarkt zu entwickeln. Ziel ist es, den Platz stärker zu begrünen, attraktiver zu machen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Hintergrund ist auch, dass der Viehmarktplatz in seiner heutigen Form immer wieder als Hitzehotspot wahrgenommen wird. Ein Planungsbüro hat deshalb drei unterschiedliche Szenarien entwickelt, die nun öffentlich vorgestellt werden.
Wichtig ist dabei: Die laufende Abstimmung ist zunächst ein Stimmungsbild. Welche Lösung am Ende tatsächlich kommt, entscheidet der Stadtrat. Einzelne Elemente aus den Entwürfen können später auch verändert, kombiniert oder ganz verworfen werden.
Das steckt hinter den drei Szenarien
Minimal-Szenario: Kleine Eingriffe, große Nutzungen bleiben
Das Minimal-Szenario setzt auf möglichst wenige Veränderungen. Wochenmarkt und Messen auf dem Viehmarktplatz könnten in ihrer bisherigen Form weiter stattfinden.
Geplant sind vor allem kleinere Aufwertungen wie mobile Sitz- und Begrünungselemente, ein Bücherschrank oder eine Tischtennisplatte. Der Platz würde also punktuell verbessert, ohne seine heutige Grundstruktur wesentlich zu verändern.
Klima-Szenario: Mehr Grün, Wasser und Schatten
Beim aktuell führenden Klima-Szenario liegt der Schwerpunkt klar auf Klimafolgenanpassung. Vorgesehen sind größere Begrünungselemente, Wasserspiele und neue schattige Bereiche.
Der Wochenmarkt könnte weiterhin ohne Einschränkungen stattfinden. Messen wären in ihrer heutigen Form dagegen nicht oder nur deutlich eingeschränkt möglich. Zusätzlich sollen Gastronomieflächen aufgewertet und neue Freizeitangebote wie etwa eine Boulebahn geschaffen werden.
Gerade mit Blick auf heiße Sommer und die Diskussion um versiegelte Innenstadtflächen trifft dieses Modell offenbar einen Nerv bei vielen Trierern.
Freizeit-Szenario: Kultur, Aktionen und neue Aufenthaltsflächen
Das Freizeit-Szenario setzt stärker auf Kultur, Begegnung und individuelle Freizeitnutzung. Auch hier bliebe der Wochenmarkt erhalten, Messen könnten in der bisherigen Form aber nicht mehr stattfinden.
Herzstück wäre eine neu eingefasste Aktionsfläche, die für Veranstaltungen und neue Nutzungen gedacht ist. Hinzu kommen größere Spielelemente, Begrünung und ein neues Konzept für Gastronomie und Terrassen.
Noch ist nichts entschieden
Trotz des klaren Zwischenstands ist die Entscheidung noch offen. Die Bürgerbeteiligung läuft noch bis zum 3. April. Danach soll das Meinungsbild in die politischen Beratungen einfließen.
Geplant ist, dass sich der Stadtrat nach der Sommerpause mit dem Viehmarktplatz beschäftigt. Erst dann wird entschieden, ob und wie die Umgestaltung tatsächlich umgesetzt wird.
Klar ist aber schon jetzt: Die Debatte um die Zukunft des Viehmarktplatzes bewegt Trier – und das Klima-Szenario hat aktuell die Nase deutlich vorn.

















Minimal Szenario ….. wir müssen „sparen“!