TRIER. Trotz Regen und Kälte kamen mehr als 130 Freiwillige am Aktionstag „Sauwer Sach“ am vergangenen Samstag zusammen. Als Teil der Mitmachaktion des Innenstadtmanagements packten sie unter dem Motto „Gemeinsam für unsere Stadt“ mit an, um ein Zeichen für mehr Sauberkeit, Wertschätzung und Zusammenhalt zu setzen.
Insgesamt füllten die freiwilligen Helferinnen und Helfer 61 Müllsäcke und sammelten mehr als einen Kubikmeter Abfall, bestehend aus Müll, Glas und zahlreichen Zigarettenkippen, in der Trierer Innenstadt. Auch Verschmutzungen, Aufkleber und Schmierereien entfernten sie.
Die Aktion verzeichnet dabei stetig Zuwachs. Laut dem Amt für Immobilien, Innenstadt und Handel waren dieses Jahr rund doppelt so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei wie bei der ersten Aktion im Jahr 2025. Bürgermeisterin Britta Weizenegger betonte: „Es geht nicht nur darum, dass Trier sauber bleibt, sondern es geht vor allem um Sichtbarkeit und dass wir auf unsere Stadt aufpassen, und da freue ich mich sehr, dass heute so viele gekommen sind“.
Startpunkt war der Viehmarktplatz, wo Warnwesten, Handschuhe, Greifzangen und Müllsäcke ausgegeben wurden. Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hier durch die Bürgermeisterin, Dezernent Thilo Becker sowie Amtsleiter Jochen Strack. Nach einem kurzen Foto-Auftritt des Trenn-Bären der Stadt wurden Sammelgruppen gebildet, die anschließend in unterschiedliche Teile der Innenstadt aufbrachen. Dabei koordinierten acht Gruppenbegleiter die einzelnen Wegstrecken und unterstützten die Teilnehmenden unterwegs.
Auf dem Viehmarktplatz gab es zusätzlich Infostände der beteiligten Partner. Dort informierten der A.R.T., StadtRaum Trier, die Stabsstelle Klima- und Umweltschutz, die Lokale Agenda 21, der Bürgerservice (BÜS) sowie die Klimaschutzstelle des Landkreises Trier-Saarburg zu den Themen Stadtsauberkeit, Abfallvermeidung, Recycling, Klimaschutz und zu nachhaltigem Handeln im Alltag. Hier gab es außerdem die Möglichkeit, in einer Kehrmaschine mitzufahren.
Dezernent Thilo Becker sagte zur Aktion: „Sauberkeit in der Stadt ist ein ganz wichtiges Thema, denn es ist auch ein Aspekt von Lebensqualität. Die Stadtreinigung ist tagtäglich im Einsatz, aber die Aktion heute zeigt, dass es nicht nur ein Thema für die Profis ist, sondern Sauberkeit auch damit zusammenhängt, dass alle mitmachen.“
Als Dankeschön gab es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum einen kostenlose Verpflegung – so wurden sie im Palastgarten vom dortigen Kiosk versorgt. Zum anderen erhielten zum Schluss alle ein kleines Geschenk: ein Sauwer-Sach-Beutel mit passender Tasse und einem kleinen Dankesschreiben.
Bettina Wilhelm vom Innenstadtmanagement zeigte sich sehr zufrieden: „Alle Teilnehmer haben gesagt, dass es ihnen gut gefallen hat und sie im nächsten Jahr wiederkommen werden. Wir planen, die Aktion jetzt einmal im Jahr, jeweils im März, zu veranstalten.“ (Quelle: Stadt Trier)
















Machen die Arbeit für diejenigen, die sich um nichts kümmern. Armes Deutschland, achnee, bestes Deutschland aller Zeiten. Es gibt genügend, die jeden Tag das mal wenigstens vier Stunden machen könnten. Nur die bekommt man anscheinend nicht zum Arbeiten. Stattdessen müssen sich hier andere plagen.
Die Problematik gibt’s aber mindestens seit den 80er. Haben wir als Dorfjugend früher jährlich gemacht, hieß damals nur anders (Frühjahrsputz). Danach gegrillt und fröhliches Beisammensein, gute Erinnerungen. Ob es das in der Stadt auchgab, weiß ich nicht.
Nur ein ist Fakt, wenn die Leute das nicht machen würden macht es keiner. Leider!
Man muss es der Stadt lassen: Wenigstens beim Müll zeigt man noch Einsatz – allerdings nicht beim eigenen. Statt die gebührenfinanzierte Stadtreinigung ordentlich auszustatten, schickt man jetzt Bürgerinnen und Bürger mit Greifzangen durch die Innenstadt, damit es so aussieht, als würde man etwas tun. Ein „Zeichen für Zusammenhalt“ nennt man das dann. Andere würden es vielleicht Arbeitsentlastung zum Nulltarif nennen.
Natürlich, die Fußgängerzone – jener Bereich, der ohnehin täglich von Kehrmaschinen bearbeitet wird – eignet sich hervorragend für solche Fototermine. Schließlich soll man ja sehen, wie engagiert alle sind. Dass die wirklich vermüllten Bereiche an Landstraßen, Böschungen und Grünflächen liegen, wo keine Kamera und keine Kehrmaschine hinkommt, spielt dabei offenbar eine untergeordnete Rolle. Dort wäre die Aktion zwar sinnvoll, aber eben nicht so hübsch instagrammable.
Und während die Anlieger über ihre Straßenreinigungsgebühren brav die Stadtkasse füllen, darf man sich fragen: Wofür eigentlich? Für eine symbolische Müllsammel-Performance, die den Eindruck erweckt, als sei Sauberkeit vor allem eine Frage des bürgerschaftlichen Engagements – und nicht der kommunalen Verantwortung?
Es wirkt ein bisschen so, als würde man sagen:
„Wir haben kein Geld für ausreichend Personal, aber wir haben jede Menge Bürger, die wir für ein paar nette Worte und ein Gruppenfoto zum Müllsammeln motivieren können.“
Wenn das die neue Form moderner Stadtpolitik ist, dann herzlichen Glückwunsch.
Vielleicht fegen wir demnächst auch noch die Bushaltestellen, streichen die Parkbänke und reparieren Schlaglöcher – alles im Zeichen des sozialistischen Zusammenhalts.
grundsätzlich sollte einfach jeder mal seinen Dreck zu Hause oder in Mülltonnen entsorgen. Keine Mülltonne vorhanden? dann muss ich mein Papierchen eben einstecken bis eine kommt, oder zu Hause entsorgen. Beliebt sich Mäcces-Tüten kurz vor Orteingang – für die heimische Mülltonne hat es nicht mehr gereicht.
aber ja – man könnte doch – wie anderswo auch – unsere Mitbürger, die nicht arbeiten gehen (Hartzer und Asylanten), verpflichten den Müll aus Hecken, Straßengräben etc zu holen. Grafitis an Hauswänden und Sticker könnten sie ebenfalls entfernen.
Geregelter Tagesablauf, kleine Nebeneinkunft, was zurückgeben an die Gesellschaft von der man durchgefüttert wird, die Stadtreinigung wird entlastet und Trier wird sauberer.
Genug Menschen dafür sollten vorhanden sein.
Der Aussage ist nichts hinzuzufügen!
💯 Prozent richtig