Trier: Mobiles Mahnmal und Archivierungsangebot gegen das Vergessen von Missbrauch

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Missbrauch in der katholischen Kirche; Symbolbild; Foto: dpa

TRIER. Damit die Schicksale von Opfern körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt im kirchlichen Kontext nicht in Vergessenheit geraten, wurden unter Einbeziehung von Vertreterinnen und Vertretern der Opfergruppierungen auf Beschluss des Stadtrats zwei Maßnahmen entwickelt: ein mobiles Mahnmal und die Schaffung eines Archivierungsangebots.

Das Mahnmal soll über multimediale Funktionen verfügen, die unter anderem Informationen zu Opfern, Hintergründen, Historie und Prävention bieten. Die künstlerische Gestaltung soll durch den Fachbereich Gestaltung der Hochschule Trier erfolgen. Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie soziale Institutionen können als Standorte gewählt werden.

Das Stadtarchiv ermöglicht zudem Opfern aus Trier und allen, die auf Trierer Boden Opfer wurden, die Verwahrung von privatem Schriftgut wie Dokumentationen oder Recherchen, um diese für die Nachwelt zu erhalten. Die Einlagerung erfolgt zunächst für 25 Jahre unter Einhaltung der geltenden datenschutzrechtlichen und archivgesetzlichen Vorgaben. Die Verwahrung wird vertraglich festgelegt und kann in dieser Form von Betroffenenseite jederzeit gekündigt werden. Nach Ablauf des Vertrags gehen die Unterlagen in das Eigentum der Stadt Trier über und werden einer archivalischen Bewertung unterzogen. Rückfragen zu dem Angebot per E-Mail an [email protected] oder telefonisch an 0651 718 4421. (Quelle: Stadt Trier)

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