Trier unterstützt ukrainische Partnerstadt Isjum mit Radlader und Multisportanlage

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Transportunternehmer Michael Bockelkamp fährt den Multifunktionsradlader vom Tieflader. Foto: Presseamt Stadt Trier

TRIER. Trier unterstützt seine ukrainische Partnerstadt Isjum mit einem Multifunktionsradlader, der nach mehrtägigem Transport von Vertretern der ukrainischen Stadt freudig in Empfang genommen wurde und zum Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur genutzt werden kann.

Im Rahmen eines Förderprojekts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), an dem Trier teilnimmt, dürfen sich ukrainische Partnerstädte deutscher Kommunen Sachgüter aus einer Bedarfsliste aussuchen. Isjum hat sich für einen Multifunktionsradlader im Wert von 61.000 Euro entschieden. Er wurde vom BMZ und der GIZ finanziert und beschafft und an die deutsche Partnerstadt geliefert. Trier organisierte dann den Transport in die Ukraine. Die Stadtverwaltung bedankt sich bei der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft Trier für die Vermittlung der Transportmöglichkeit des schweren Geräts mit dem Transportunternehmen Michael Bockelkamp.

Vertreterinnen und Vertreter von Triers ukrainischer Partnerstadt Isjum freuen sich, dass Transportunternehmer Michael Bockelkamp (3. v. l.) nach mehrtägiger Fahrt gut mit dem Radlader in Isjum angekommen ist. Foto: Presseamt Stadt Trier

Im Rahmen des Projekts hat sich Isjum außerdem für eine Multisportanlage mit einer Umzäunung aus Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff für rund 47.500 Euro entschieden. Sie ist bereits in Trier und wird in Absprache mit Isjum – in Abhängigkeit der Wetterlage – voraussichtlich noch in diesem Frühjahr überführt.

Die Städtepartnerschaft mit Isjum wurde am 21. Mai 2024 geschlossen. Damit setzt Trier ein deutliches Zeichen der Solidarität angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Isjum liegt im Osten des Landes nahe der Grenze zu Russland, etwa 600 Kilometer östlich von Kiew und 125 Kilometer südöstlich von Charkiw. 2020 zählte die Stadt knapp 47.000 Einwohner. Nach Beginn des russischen Überfalls im Februar 2022 wurde Isjum Schauplatz heftiger Kämpfe. Im März eroberten und besetzten russische Truppen die Stadt, bevor die Ukraine sie im September 2022 wieder unter ihre Kontrolle brachte. Nach der Rückeroberung waren 80 Prozent der Gebäude zerstört, es wurden Massengräber entdeckt und Stadt und Umland waren teils vermint. Anfang 2024 lebten maximal 27.000 Menschen in Isjum. (Quelle: Stadt Trier)

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