Naturgarten in Feyener Kita: Umgang mit Tieren, Konzentration, Selbstbeschäftigung

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Der neue Naturgarten bietet den Kindern einen spannenden Erlebnisraum. Foto: Presseamt Trier

TRIER-FEYEN/WEISMARK. Die städtische Kita Estricher Weg im Stadtteil Feyen/Weismark stellte sich die Frage, wie sie ihr Außengelände noch erlebnisreicher für die Kinder gestalten kann: Woran haben sie Spaß, was fehlt ihnen noch? Im Austausch mit den Kleinen wurde schnell klar: Sie wünschen sich mehr Tiere und Pflanzen.

2024 starteten die Erzieherinnen Stephanie Marx und Friederike Leitz im Rahmen ihrer zweijährigen Fachkraftfortbildung „Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich“ der Lokalen Agenda 21 das Naturgartenprojekt. Handwerklich und fachlich wurden sie von dem Paten Peter Brixius (Nabu-Verband Eifelkreis) unterstützt. Die Kinder suchten sich eine circa 120 Quadratmeter große, wenig bespielte Fläche im Kita-Garten aus, um daraus einen Naturerlebnisraum zu schaffen. In gemeinsamer Recherche ging es darum, welche Pflanzen gesetzt werden können und welche Möglichkeiten es gibt, einen Lebensraum für Tiere und Insekten zu schaffen.

Die Kinder wurden selbst tätig: Sie befüllten Nistkästen, pflanzten Stauden und bauten gemeinsam ein Hochbeet auf. Sie bepflanzten es mit Tomaten, Salat und Zucchini, wodurch sie spielerisch ein Gefühl dafür bekommen konnten, wo Obst und Gemüse herkommen. Anschließend wurden die selbst angebauten Lebensmittel in der Kita-Küche verarbeitet und gegessen. Highlight für die Kinder sind neben den zahlreichen Insekten und Pflanzen die kita-eigenen Bienenvölker. Sie lernen realitätsnah und ganzheitlich, wie diese aufgebaut sind und funktionieren, wo der Honig herkommt und bekommen die Möglichkeit, das mit allen Sinnen zu erleben.

Nicht nur die Kinder und ihre Erzieherinnen und Erzieher arbeiteten an den Projekten: Am sogenannten „Natursamstag“ wirkten Eltern, Kinder, und Erzieher gemeinsam Hand in Hand. Bereits die Kleinsten waren interessiert und halfen mit. „Dieser Tag hat uns alle nochmal zusammengeschweißt“, so Marx. Die Entdeckungsoase bietet den Kindern zwischen heimischen Pflanzen und Blühflächen einen Erfahrungsraum, wo sie vielfältige Beobachtungen machen und sich weiterentwickeln können.

Sie haben die Möglichkeit, Eindrücke zu sammeln, zur Ruhe zu kommen und zu lernen. Kita-Leiter Sven Dickel erklärt, dass er und sein Team beobachten können, wie die Kinder durch das Naturgartenprojekt einen sanften Umgang mit Tieren, Konzentration und Selbstbeschäftigung erlernen. Sie lassen ihrer Fantasie freien Lauf und bewundern stundenlang die Natur mit ihren Bewohnern. Dabei werden sie ruhiger, stellen viele Fragen und reagieren auf ihre Umwelt. Stephanie Marx: „Die Kinder stellen auch teilweise Fragen, auf die wir die Antwort nicht auf Anhieb wissen. Dann recherchieren und lernen wir gemeinsam und motivieren sie dazu, neue Lösungswege zu finden.“ Der Naturgarten der Kita wird stetig weiterentwickelt: Geplante Projekte sind ein Regenwurmterrarium sowie eine Ruhezone mit selbstgebauten Holzbänken. (Quelle: Stadt Trier)

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