Schnittschutzschals und neue Dienstwaffen für Saar-Polizisten

Saarländische Polizisten sind künftig besser vor Messerangriffen in den Hals geschützt. Nach der tödlichen Attacke eines mutmaßlichen Islamisten in Mannheim reagiert der Innenminister.

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Saarländische Polizisten sind künftig mit Schnittschutzschals ausgestattet. Foto: Oliver Dietze/dpa

SAARBRÜCKEN. Der saarländische Innenminister Reinhold Jost (SPD) stellt am morgigen Dienstag (15.00 Uhr) Schnittschutzschals und neue Dienstwaffen für die Polizei vor.

Nach Angaben des Ministeriums ist die tödliche Messerattacke auf einen Polizisten (25) Ende Mai in Mannheim der Anlass für die neue Schutzausstattung. 

«Mit den Schals sollen alle operativ tätigen Kolleginnen und Kollegen ausgestattet werden», teilte ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die 1000 Schals, die jetzt ausgeteilt werden, böten «zusätzlichen Schutz im Halsbereich vor mechanischer Einwirkung ohne große Einbußen hinsichtlich des Tragekomforts».

Neue Pistolen für die Beamten

Der Austausch von 3000 Pistolen wird laut Ministeriumssprecher voraussichtlich bis Anfang 2026 dauern. Die bisherige Dienstwaffe P10, die nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) seit 1998 im Saarland im Einsatz war, wird durch die neue Dienstwaffe SFP 9 ersetzt. Beide Waffen werden von dem deutschen Hersteller Heckler & Koch produziert.

Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen, die bereits auf die neue Dienstwaffe umgeschult worden seien, sind nach Angaben des GdP-Landesvorsitzenden Andreas Rinnert «durchweg positiv».

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