Mann mit Softair-Waffe gesichtet: Großer Aufruhr an Schulen und auf Social Media

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Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

SULZBACH. Um kurz nach 9.00 Uhr ging bei der Polizei in Sulzbach die Mitteilung ein, wonach ein Mann mit einer Waffe / Gewehr im Bereich des Mellinwegs gesehen worden sei. Dieser habe sich in Richtung der dortigen Mellinschule bewegt.

In diesem Bereich befinden sich neben der Mellinschule auch noch zwei weitere Schulen. Alle drei Schulen wurden durch die Polizei vorsorglich über den Umstand informiert und trafen eigene Vorsorgemaßnahmen, wie z.B. Abschließen der Zugänge und Verbleib der Kinder in den Schulen. Gleichzeitig wurden durch die Polizei umfangreich Fahndungs- und Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Ergänzend bleibt hier zu erwähnen, dass es zu keinem Zeitpunkt eine Amok-Androhung o.ä. gegeben hatte.

Die betreffende Person konnte nach ca. 30-45 Minuten durch Polizeikräfte im Bereich des Quierschieder Weges festgestellt und gesichert werden. Es handelte sich hierbei um einen 18-jährigen, aus Friedrichsthal stammenden, jungen Mann. Er führte tatsächlich eine Softairwaffe in einer Stofftasche mit sich. Bei der Waffe handelte es sich um einen täuschend echten Nachbau der Bundeswehrwaffe G36, mit einer Geschossenergie unter 0,5 Joule. Diese ist ab 14 Jahren frei erwerbbar.

Er wollte damit im angrenzenden Waldbereich schießen. Die Waffe wurde durch die Polizei sichergestellt. Den jungen Mann erwartet nun eine Anzeige wegen des Führens einer sogenannten „Anscheinswaffe“. Die drei Schulen wurden umgehend kontaktiert und „Entwarnung“ gegeben. Im Zuge des Polizeieinsatzes kam es in den sozialen Netzwerken zu massiven Auswüchsen mit angeblichen Amokläufen an diversen Schulen – auch außerhalb von Sulzbach – und einer Vielzahl von Anrufen besorgter Eltern und Lehrer. Abschließend kann jedoch gesagt werden, dass zu keinem Zeitpunkt eine konkrete Gefahr für Menschen bestand. (Quelle: dpa)

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