SAARBRÜCKEN. Sauerstoffmangel und Erschöpfung infolge von Starkregen sind dem Saar-Umweltministerium zufolge wahrscheinlich die Ursachen für das Fischsterben vor kurzem im Erbach gewesen.
Eine Analyse der Wasserproben vom 27. Juli habe keine Hinweise auf eine Verunreinigung mit giftigen Substanzen ergeben, teilte das Ministerium am Dienstag in Saarbrücken mit. «Das Fischsterben am Erbach fand wahrscheinlich im Zuge der Passage einer Hochwasserwelle am 25.07.2023 am späten Nachmittag bis in den Abend statt.»
Unter anderem seien bei einer Untersuchung der Kiemen der toten Fische starke Verschmutzungen festgestellt worden. «Dies bedeutet, dass die Fische der verschmutzten Welle ausgesetzt waren und nicht bereits vorher, z.B. aufgrund einer giftigen Einleitung, tot waren.»
Die Abwasserkanäle seien zum Zeitpunkt des Starkregens extrem trocken gewesen. «Die Welle verursachte eine starke Strömung und Turbulenz im Erbach, was in Kombination mit der Aufwirbelung der Kanal- und Bachsedimente (…) den Sauerstoffgehalt im Gewässer stark reduziert hat.
Die Fische hatten nun erhöhten Sauerstoffbedarf, aber eine stark eingeschränkte Sauerstoffaufnahme.» Ratten seien vermutlich direkt verendet. Das Wasser stammte dabei im Wesentlichen aus der Oberflächenentwässerung von Homburg und der Mischwasserentlastung.



















