Cannabis-Legalisierung: Mögliche Trierer Bewerbung als Modellregion – CDU übt heftige Kritik

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Foto: dpa/Symbolbild

TRIER. Bereits kurz nach Bekanntwerden des Eckpunktepapiers zur Legalisierung von Cannabis, forderten die „Jungen Liberalen Trier/ Trier-Saarburg“ die Stadt Trier auf, sich als “Modellregion” zu bewerben. Unterstützung erhalten die Liberalen in Trier dabei von den LINKEN. Diese möchte einen entsprechenden Antrag in der nächsten Stadtratssitzung am 5. Juli stellen.

Ein Blick auf die Mehrheiten im Trierer Stadtrat lässt darauf schließen, dass ein entsprechender Antrag Erfolg haben könnte. Schließlich stellt die Koalition aus SPD, Grünen und FDP – genauso wie auf Bundesebene – auch im Trierer Stadtparlament die Mehrheit. Initiatoren des Gesetzvorschlages für den kommerziellen Verkauf von Marihuana war die „Bundes-Ampel“. Ob die „Trierer-Ampel“ daher einen entsprechenden Antrag zu denen im Gesetzvorschlag beschriebenen Modellregionen ablehnen würden, erscheint zumindest fraglich.

Gegen entsprechende Bewerbungspläne stellt sich die Trierer CDU, welche Bestrebungen, nach welchen sich Trier als Modellregion im Zusammenhang mit Cannabis-Verkauf bewerben kategorisch ablehne, wie der Kreisvorsitzende Thomas Albrecht erklärt.

CDU Trier – Trierer Ordnungsamt jetzt schon völlig überlastet

Neben negativen gesundheitlichen Folgen, werde dabei auch ein anderer Aspekt vernachlässigt wie Albrecht ausführt. „Selbst wenn es solche legalen Abgabestellen oder entsprechende Social-Clubs gäbe, müssten diese streng kontrolliert werden, um die Einhaltung der Vorschriften zu überwachen. Es ist überhaupt nicht absehbar, wo die Stadt Trier entsprechendes Personal hernehmen solle. Das Ordnungsamt sei jetzt schon völlig überlastet. Unabsehbare Folgen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Trier seien zu befürchten“, heisst es in einem Statement auf Instagram
So werden Die CDU Trier nicht zulassen, dass in Trier bald „Zustände wie derzeit in Amsterdam herrschen!“. Trier dürfe keine Kiffer-Metropole werden, meint Albrecht.

7 Kommentare

  1. Bald geht es eh nicht mehr anders. Kiffen erweitert den Horizont und sorgt dafür den Blick auf‘s Wesentliche weiter zu vernebeln. Gewollt !? Glaube ja. Wir haben fertig.

  2. Klar ist die CDU dagegen. Ist doch Opposition.
    Wie schon oft erwähnt: Entweder Cannabis legalisieren, oder die gefährlichere Droge Alkohol verbieten.
    Die Heuchler in der Politik wissen nur noch nicht wie sie möglichst viel an der Legalisierung verdienen können. Sonst wäre der Kram schon lange freigegeben.

    • Es ist definitiv völlig unverhältnismäßig, das Alkohol legal aber Cannabis verboten ist. Verbote funktionieren jedoch bei beiden nicht. Beim Alkohol wurde damit in den USA die Mafia (z. B. Al Capone) groß und reich gemacht, aber konsumiert wurde er weiter. Statt weiter Milliarden an Steuergeldern für unnütze Verbote zu verschwenden sollten wir endlich akzeptieren, dass der (leichte) Rausch für sehr viele Menschen ein Bedürfnis ist, dass sich nicht verbieten lässt.

  3. ja, schön legalisieren und Steuern drauf ……. ja , der Mann, Männin stand ja unter Drogeneinfluss …… so wird dann noch mehr vor Gericht alles abgehakt . Ich sehe es wie oben schon erwähnt ……

  4. Vernachlässigt wird der Aspekt, dass der Cannabiskonsum aktuell trotz des Verbots zunimmt. Das Verbot ist somit nutzlos, gescheitert und kostet uns Milliarden. Warum sollte man Cannabis weiterhin dem unkontrollierten Schwarzmarkt überlassen? Schluss mit diesem Krimi, Cannabis ist für viele Millionen Deutsche völlig normal – so wie Wein und Bier.

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