TRIER. Laut Mitteilung der IG Metall Trier gibt es bei der Inflationsausgleichsprämie ein riesengroßes Missverständnis.
Die Bundesregierung hatte in der sogenannten konzertierten Aktion beschlossen, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten, steuer- und abgabenfrei, bis zum Jahresende 2024 insgesamt 3000€ zusätzlich zum geschuldeten Lohn auszahlen dürfen.
„Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gehen noch immer davon aus, dass die Inflationsausgleichsprämie vom Staat kommt und der Arbeitgeber sie nur weitergeben muss. Aber nur die wenigsten Arbeitgeber zahlen die 3000€ auch aus, ein weiteres Beleg wie wichtig Tarifverträge sind“ so der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Trier Christian Z. Schmitz.
„Die IG Metall hat es in vielen Branchen geschafft, die aktuellen Mehrbelastungen für die Beschäftigten neben den Lohnerhöhungen auch eine Inflationsausgleichsprämie von den Arbeitgebern abzuringen. Aber außerhalb von Tarifverträgen sieht es mau aus. Entweder gibt es ein paar hundert Euro oder gar nix,“ so Schmitz weiter.
Dabei sind die Kosten für die privaten Haushalte überdurchschnittlich gestiegen. Auch die Arbeitgeber hätten, so die IG Metall Trier, eine soziale Verantwortung und grade im Hinblick eines echten Arbeitskräftebedarfs in der Region eine Chance ihren Mitarbeitern etwas Gutes zu tun. Alle Argumente würden dafür sprechen.
„Neben der sozialen Verantwortung und dem echten Bedarf nach Kostenausgleich führt Wertschätzung zur Motivation und zur Fachkräftebindung. Außerdem hat es nach den zufriedenstellenden Tarifabschlüssen in der Industrie keine Hiobsbotschaft von den Konjunkturforschern gegeben, die erzeugten Ängste nach einer „Preis-Lohn-Spirale“ liefen ins Leere. Im Gegenteil hilft die Inflationsausgleichsprämie dabei die Nachfrage und damit die Konjunktur zu stabilisieren. Wir rufen alle Arbeitgeber in der Region Trier auf, ihren Mitarbeitern die 3000 Euro zukommen zu lassen, ob sie im Kleingedruckten Anspruch haben oder nicht“, erläutert Schmitz.
„Sind die Arbeitgeber allerdings nicht bereit, werden wir das Thema verstärkt in die betrieblichen Auseinandersetzungen führen. Die Beschäftigten im Organisationsbereich der IG Metall können sich dazu gerne bei uns melden,“ so Schmitz abschließend.


















Mir wurde im Dezember die „Inflationsausgleichsprämie“ statt des Weihnachtsgeldes gezahlt. Für mich also das gleiche Geld wie immer, aber mein AG hat dadurch noch Abgaben gespart. Danke für nichts.
Kurzer Hinweis: Das ist schlicht nicht möglich oder illegal, weil Betrug. Die Inflationsausgleichsprämie muss „zusätzlich zu schuldenden Lohnbestandteilen ausbezahlt“ werden. Eine „Umwandlung“ geht nicht. Insofern Gewerkschaftsmitglies werden, gut beraten lassen und dagegen vorgehen.