SCHWEICH. Wie lokalo.de bereits berichtete, kam es vor dem Karnevalsumzug in Leiwen zu einer Stillegung eines Umzugswagens durch einen Mitarbeiter der Verbandsgemeinde Schweich. Insbesondere das Verhalten des Mitarbeiters vor Ort sorgte bei der Gruppe für wenig Verständnis.
Nun hat die Verbandsbürgermeisterin, Christiane Horsch, zu den Vorfällen Stellung bezogen. Die Mitteilung im Wortlaut:
„Bereits seit einiger Zeit besteht eine intensive vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Ordnungsverwaltung der Verbandsgemeinde Schweich und den Karnevalsvereinen und Verantwortlichen von Veranstaltungen. Im Vorfeld wurden eine Informationsveranstaltung abgehalten und vor den Kappensitzungen und Umzügen auch schriftliche Informationen und Merkblätter zu Sicherheitsbestimmungen ausgetauscht um einen sicheren Ablauf der Veranstaltungen gewährleisten zu können.
Zur Unterstützung der Veranstaltung des Karnevalsumzugs am 11.02.23 in Leiwen war die Ordnungsverwaltung zur Prüfung der Fahrzeuge vor Ort. Es handelte sich um rund 12 Fahrzeuge. Die Wagenbauer aus Bernkastel legten im zweiten Anlauf ein Gutachten einer Prüforganisation vor, in dem keine Angaben zur (maximalen) Anzahl von mitfahrenden Personen auf den einzelnen Ebenen enthalten waren. Der Wagen war so konstruiert dass Aufbauten auf einem Zweiachs-Anhänger mit aufklappbaren Brüstungen mit einer Gesamthöhe von 5,5 m vorhanden waren. Ein Telefonat unseres Mitarbeiters zu diesem Zeitpunkt mit dem Ersteller des Gutachtens führte nicht dazu, dass der Prüfer eine Bestätigung über das Mitfahren von den gewünschten ca. 35 Personen abgab. Da entsprechende schriftliche Unterlagen zu diesem Umstand nicht vorlagen musste die Ordnungsverwaltung ad hoc eine Gefahreneinschätzung vornehmen. Dies auch in kurzer Zeit damit der Umzug pünktlich beginnen konnte.
In einem Merkblatt der Landesregierung (das den Veranstaltern von uns im Rahmen der oben beschriebenen Informationen zur Verfügung gestellt wurde) darf die Gesamthöhe der Wagen maximal 4 m betragen, so auch §22 StVO. Daher entschied man sich zugunsten der Sicherheit und Gesundheit der Mitfahrenden auf dem Wagen und auch der Zuschauer, dass in dieser enormen Höhe 35 Personen zu viel sind. Bei den teilweise engen Kurven des Zugweges war nach Einschätzung der Mitarbeiter vor Ort die Kippgefahr einfach zu hoch und es waren Gefährdungen für die Wagenbesatzung und Zuschauer zu befürchten. Ein angebotener Kompromiss, dass die Wagenbesatzung auf der darunter liegenden Ebene am Umzug teilnimmt, kam nicht zum Tragen.
Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die unsere Einschätzung verursacht hat. Es liegt uns fern, Karnevalsteilnehmer zu gängeln und mit zu hohen Auflagen zu beschweren. Vor einigen Jahren ist in unserem Bereich nach einem Umzug ein schwerer Unfall mit einem ähnlich hohen Fahrzeug passiert. Daraus versteht sich die Sorge und hohe Motivation der Mitarbeitenden für die Sicherheit aller Teilnehmenden. Auch uns ist daran gelegen, dass eine fröhliche und sorgenfreie Karnevalszeit gefeiert werden kann.
Darüber hinaus ist uns an einer einheitlichen Handhabung in der Region im Sinne der Veranstalter und Teilnehmer von Karnevalsumzügen gelegen. Wir möchten uns auch noch mit der Prüforganisation abstimmen. Dazu haben wir dort um Auskunft gebeten, wie viele Personen auf der obersten Ebene mitfahren dürfen.“
(Quelle: Pressestatement VG Schweich)


















Unglaublich, dass früher mal alles unkompliziert war. Deutschland mutiert immer mehr zum zoologischen Garten mit Menschen und die Ordnungsbehörden sind die Aufseher. Wie eine gigantische Beklopptenanstalt.
Ob der Prüf-Heini schon mal außerhalb der Eifel war (abgesehen von Malle)?
Hier gibt es hohe Carnival-Wagen. 😉
https://image.stern.de/9552556/t/hg/v4/w1440/r1/-/rio2-02.jpg
https://www.youtube.com/watch?v=q6sHx8dl1S8
… die sind nicht nur richtig hoch, sondern auch noch wunderbar sexy!!!
Wenn ein Hund hier auf die Straße kackt, braucht es einen DIN genormten Plastikbeutel damit der richtig entsorgt werden kann. Was erwartet ihr?
Wir merken immer mehr, dass wir uns mit all den Regeln viel zu sehr gängeln. Seit Jahren spricht man vom Bürokratieabbau, doch de facto wird es immer schlimmer. Wie kommen wir daraus? Wir brauchen weniger Behörden, Vorschriften und müssen in allen Bereichen schneller und effizienter werden.
Schriftlich nicht vorgelegt heisst in diesem Fall übrigens, dass es eine EMail der Prüforganisation gab, die der Beamte vor Ort aber nicht anerkannte, weil er nur einen Papierausdruck als gültig ansieht. Deutschland im Jahr 2023.
Ich kann mich diesen Kommentaren anschließen.
Glück gehabt, das wenigstens diese Meinungen zu lesen sind.
Neg. Äusserungen werden wie so oft vom Lokalo nicht gerne veröffentlicht.
„… Vor einigen Jahren ist in unserem Bereich nach einem Umzug ein schwerer Unfall mit einem ähnlich hohen Fahrzeug passiert…“
Bedeutet das jetzt, dass in Leiwen alle Straßen gesperrt werden und die Bewohner ihre Häuser nicht mehr verlassen dürfen? Schließlich will man ja Unfälle, wie die, die in der Vergangenheit passiert sind, vermeiden.
Das war ja auch eine ganz andere Situation, als hier in Leiwen.
Wir werden hier in Deutschland nur wie dumme Marionette behandelt, wir dürfen arbeiten gehen und Steuern bezahlen. Aber wir dürfen keinen Spaß haben, wir müssen funktionieren wie die wollen. Es gibt seit Jahren Karnevalsumzüge, die Leute haben Spaß und es passieren verhältnismäßig wenig Unfälle. Aber von Jahr zu Jahr werden die Auflagen schlimmer.
Ein Hoch auf die deutschen Korinthenkacker und Paragraphenreiter, verbietet doch das Privatleben wir könnten uns ja verletzen. Deutschland das Land der Vorschriften, helau.
@ HArtmann .
Bitte mehr Respekt vor unseren Gästen ! Weg mit dem Karneval ,sonst sind es wieder die Frauen selbst Schuld wenn sie an diesen Tagen angegrapscht etc werden.
Es wird doch immer mehr darauf geachtet dass die die hier kommen sich wohl fühlen und wir das mit Verboten und Auflagen bezahlen müssen.Ich bin mir sicher dass derjenige der in seinem Haus noch ein , zwei Zimmer frei hat demnächst dazu gezwungen wird Flüchtlinge aufzunehmen.
Wer war denn von euch Schleumeiern bei dem Unfall damals in Issel dabei?
Wer weiß denn überhaupt, was passiert war?
Wer kennt die Folgen des Unfalls?
Was ist an dem Thema Karneval Brauchtum?
Es läuft ein minimaler %-Satz der Bevölkerung rum, macht Dreck, Lärm und besäuft sich.
Wenn nichts mehr geht, wird sogar noch der eigentlich tolle Begriff EHRENAMT mißbraucht.
Na ja.