Besondere Ehre im Jubiläumsjahr – Sascha Baschin ist Bundestrainer

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TRIER. Vor 10 Jahren hat Sascha Baschin die Kampfsportakademie Trier eröffnet und nur 5 Jahre später auch in Föhren, und bietet Box- und Kickbox-Training inzwischen an vier Standorten in der Region an – weitere sind in Planung. Das Angebot der KA richtet sich sowohl an Kinder und Jugendliche als auch an Erwachsene. Gerade der Kinder- und Jugendbereich erfreut sich in den letzten Jahren einer stetig steigenden Nachfrage, gut die Hälfte der rund 600 Mitglieder sind unter 18 und davon ca. zwei Drittel weiblich.

Kickboxen in seiner heutigen Form basiert auf traditionellen asiatischen Kampfsportarten, die nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst in den USA schnell viele neue Anhänger fanden. Ende der 60er Jahre erstellte der Karateka Joe Lewis ein neues Regelwerk, das die Basis für eine neue, moderne Art des Kampfes darstellte. Damit war der Grundstein für unser heutiges Kickboxen gelegt. Heute unterscheidet man im Kickboxen drei Disziplinen: Semikontakt, auch Pointfighting genannt, Leichtkontakt und Vollkontakt. Beim Pointfighting wird der Kampf nach jedem Treffer gestoppt und für den Treffer Punkte von drei Kampfrichtern vergeben. Beim Leichtkontakt und beim Vollkontakt werden ebenfalls Punkte vergeben, aber die Sportler kämpfen die Runden von meistens zwei Minuten durch. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass die Treffer beim Vollkontakt härter sind als beim Leichtkontakt. Die Disziplinen sind jeweils aufgeteilt in Damen, Herren, weibliche und männliche Jugend, in Gewichtsklassen, Farb- und Schwarzgurte. Eine vierte Disziplin des Kickboxens ist das Formen (Kata): ähnlich wie beim Karate führt der Sportler eine Art Choreographie gegen einen imaginären Gegner entweder mit oder ohne Waffen vor. Am Ende seines Laufes erhält er von den Kampfrichtern eine Punktewertung.

Kickbox- wie auch Boxwettkämpfe sind extrem anstrengend und fordern den ganzen Körper und sämtliche körperlichen Funktionsbereiche. Das Training ist deshalb ein effektiver Mix aus Konditions-, Kraft-, Koordinations- und Beweglichkeitstrainings. Es gibt kaum eine Sportart, die ein besseres funktionelles Ganzkörpertraining bietet und auch erforderlich macht als Boxen und Kickboxen. Die mittel- und langfristigen Effekte eines regelmäßigen Trainings bestehen in einer deutlich verbesserten Kraftausdauer, größerer Beweglichkeit und Reaktionsschnelligkeit sowie einem größeren Selbstvertrauen. Da das Training in der Regel anstrengend ist, wird auch die Willenskraft gefordert und gestärkt.

Viele Mitglieder der KA trainieren nur für sich selbst und aus Freude an dem Sport, ohne Titelambitionen zu hegen und an Turnieren teilzunehmen. Einige sind aber auch motiviert, zu Wettkämpfen zu fahren und sich mit anderen Kampfsportlern zu messen.

Für alle Mitglieder der KA ist Sascha Baschin dabei Vorbild und Inspiration. Er selbst ist seit seiner Jugend vielseitig sportlich interessiert und aktiv, neben Laufen und Leichtathletik hat er zunächst aktiv und regional erfolgreich Fußball gespielt (u.a. beim FSV Salmrohr), bis er dann 1997 eher zufällig in den Kampfsport wechselte. Er begann zunächst mit Karate und startete 1999 mit Kickboxen, dass er seitdem sehr erfolgreich betreibt. Er hat den 4.Dan im Kickboxen, die Kampfrichterlizenz und die Trainerlizenz A. Die Liste seiner sportlichen Erfolge im Kickboxen ist sehr lang, die wichtigsten sind: acht Mal Deutscher Meister (in den Jahren 2001 bis 2009), World-Cup Sieger (2004), German Golden Trophy Sieger (2005), 2010,2011 und 2012 Profi deutsche Meister, zweimal Profi-Europameister (2012 und 2013), Profi -Weltmeister (2013 und 2014). Der Titelkampf für die WM 2013 fand übrigens in Trier in der Arena statt.

Neben Sascha Baschin selbst haben weitere Mitglieder der KA sowohl im Jugend- als auch im Erwachsenenbereich in den letzten Jahren verschiedene Titel nach Trier geholt.

Die KA ist seit einigen Jahren auch selbst Ausrichter von nationalen Turnieren, u.a. auch von Wertungsturnieren für die jährlichen Weltmeisterschaften der WKU, zuletzt mit großer Resonanz am 14.5. dieses Jahres im Eventum in Wittlich.

Auf diesem Turnier, mit dem die KA in ihr Jubiläumsjahr gestartet ist, hatte der Präsident der WKU, Klaus Nonnemacher – ebenfalls sehr erfolgreicher Kickboxer -, ein besonderes Präsent dabei. Sascha Baschin wurde in Würdigung seiner vielen sportlichen Erfolge und seiner Leistungen und Qualifikationen als Trainer und Leiter einer sehr erfolgreichen Kampfsportschule zum WKU-Bundestrainer berufen – und zwar für die schwerste und anspruchsvollste Disziplin im Kickboxen, dem Vollkontakt im Ring – eine große Ehre und Auszeichnung für ihn und die KA. Der neue Bundestrainer betreut seit dem 13.5. den WKU-Vollkontakt-Kader der deutschen Nationalmannschaft Kickboxen. Zurzeit gehören diesem Kader rund 120 Männer und Frauen zwischen 18 und 35 Jahren an. Auf Sascha Baschin kommt nun die anspruchsvolle Aufgabe zu, diese für die WM fit zu machen und möglichst viele Kämpfer zu Titeln zu führen.

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