Stadtsportverband Trier: Premiere, Inklusion und ein Plädoyer für den Hallenbad-Neubau

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Marco Marzi, Vorsitzender des Stadtsportverbandes Trier (links), ehrte bei der Mitgliederversammlung drei langjährige Ehrenamtler des Trierer Sports: Thomas München (Karate- und Sportverein Trier), Uschi Fuhs (SV Ehrang) und Marco Müller (Karate- und Sportverein Trier, von links). Daneben Triers Bürgermeisterin und Sportdezernentin Britta Weizenegger und Bernd Michels (Zweiter Vorsitzender des Stadtsportverbandes) Foto: STADTSPORTVERBAND TRIER e. V.

TRIER – Ohne Sportstätten ist der Trierer Sport limitiert.“ Marco Marzi, der Vorsitzende des Stadtsportverbandes Trier, brachte es bei der Mitgliederversammlung in der Trierer Sportakademie auf den Punkt, denn das Thema Infrastruktur und Sportstätten stand auch im abgelaufenen Jahr im Mittelpunkt bei der Dachorganisation des Trierer Vereinssports, die 76 Vereine mit weit über 30.000 Mitglieder vertritt.

„Der Stadtsportverband bringt in den unterschiedlichsten Gremien seine Expertise ein, gibt Empfehlungen, zum Beispiel, was die Prioritätenliste für Neubauten von Sportstätten betrifft“, betonte Marzi im Vorstandsbericht. Zuletzt wurde der neue Kunstrasenplatz in Heiligkreuz angegangen.

Just vor der Versammlung tagte der Sportausschuss der Stadt Trier, in der der Stadtsportverband ebenfalls vertreten ist. Eines der Hauptthemen: die Pläne für einen Hallenbad-Neubau als Ersatz für das marode Stadtbad. Auch in diesem Punkt positioniert sich der Stadtsportverband Trier deutlich: „Unser Wunsch ist ganz klar ein Neubau. Wir können nicht drei oder vier Jahre auf eine Sanierung warten, wir brauchen dauerhafte Schwimmflächen in Trier, im Sinne unserer Vereine und des Schulsports“, sagte Marzi, fügte aber auch an: „Nicht alle Wünsche der Vereine werden erfüllbar sein.“

Zum Jahresprogramm des Stadtsportverbandes zählten 2025 auch der Sportförderpreis für herausragende Nachwuchsarbeit in den Trierer Vereinen sowie die Ehrung der Altsportler im Rahmen der städtischen Sportlerehrung. Beide Auszeichnungen werden auch 2026 verliehen, am 25. Juni in der Arena Trier. Erstmals wird dann die Sparkasse Trier den Sportförderpreis finanziell unterstützen. Marzi forderte die rund 25 anwesenden Trierer Vereine auch zu einer Teilnahme am Sporterlebnistag am 30. August (9.30 Uhr bis 14 Uhr, Arena Trier) auf. Anmeldungen sind noch beim städtischen Bewegungsmanager Herbert Stöhr möglich.

In Abwesenheit des Trierer Sportkreisvorsitzenden Michael Maxheim ehrte Marzi drei langjährige Ehrenamtler des Trierer Sports: Uschi Fuhs (SV Ehrang) und Marco Müller (Karate- und Sportverein Trier) erhielten die bronzene Ehrennadel des Sportbundes Rheinland, Thomas München (ebenfalls Karate- und Sportverein Trier) wurde mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Stadtsportverbands-Schatzmeister Michael Fremdling konnte einen positiven Jahresabschluss mit Gewinn verkünden, die Kassenprüfer Theo Kellersch und Patrick Lenz attestierten Fremdling eine einwandfreie Buchführung, der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Zu Beginn der Versammlung hatte es eine besondere Premiere gegeben: Erstmals war die neue Bürgermeisterin und Sportdezernentin der Stadt Trier, Britta Weizenegger, zu Gast. „Ich will möglich alle Trierer Vereine einmal kennenlernen“, sagte Weizenegger, die selbst zahlreiche Sportarten betrieb: Tennis, Fußball. Eishockey, Reiten, Volleyball, Rudern und Schwimmen. „Ich bin nicht unsportlich, aber lange geblieben bin ich nirgendwo, dafür habe ich einen guten Überblick“, sagte die CDU-Politikerin, Nachfolgerin von Elvira Garbes in ihrer Funktion. „Sport macht Trier lebendig, und die Vereine schaffen ein attraktives Umfeld, egal, ob im Breiten- oder Spitzensport, aber speziell für Kinder und Jugendliche. Sport hat eine besondere Bedeutung für Gesellschaft, Gesundheit und Zusammenhalt. Viele Ehrenamtliche übernehmen in Trier Verantwortung“, sagte Weizenegger.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung stellte sich auch Dagmar Stadtfeld vor, die neue Inklusionslotsin für Trier vom Landessportbund (LSB) Rheinland-Pfalz. Sie ermutigte Vereine, auch Sportangebote für Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen anzubieten. Der LSB unterstützt alle Vereine bei ihren neuen Angeboten mit einer Förderprämie. „Sport bringt alle Menschen zusammen, Vereine dienen für alle als Netzwerk.

Es geht bei Inklusionsangeboten nicht um Riesenprojekte, sondern auch viele niedrigschwellige Angebote helfen“, sagte Stadtfeld.

In der abschließenden Fragestunde der Vereine standen traditionell die Sachstände von Sportstätten im Fokus: es ging um den Hartplatz am Petrisberg und seine Umwandlung in einen Kunstrasenplatz sowie den Abriss der Halle in der Bezirkssportanlage Trier-West/Euren, nach dem Bau der neuen Halle.

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