Trier: Kultur mit dem Herzen gemacht – Ehrenpreis für Prof. Anna Bulanda-Pantalacci

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Kulturdezernent Markus Nöhl zeichnet Professor Anna Bulanda-Pantalacci mit dem Ehrenpreis für Kultur aus. Foto: Presseamt

TRIER. Die Stadt Trier hat Professor Anna Bulanda-Pantalacci mit dem Ehrenpreis für Kultur ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die sich in besonderer Weise und über viele Jahre hinweg für das kulturelle Leben in Trier verdient gemacht haben. Die Künstlerin und Professorin an der Hochschule Trier ist seit Langem insbesondere im grenzüberschreitenden Kontext für die Kultur engagiert, wie die Stadt mitteilt.

Bei der Preisverleihung in der Aula der Hochschule am Paulusplatz würdigte Kulturdezernent Markus Nöhl am Mittwochabend das vielfältige Wirken Bulanda-Pantalaccis: „Neben ihrer Arbeit mit Studierenden ist die Arbeit mit Kindern ein weiterer Schwerpunkt von Ihnen. Über 80 Projekte haben Sie mit Kindern umgesetzt, darunter auch Kinder mit Behinderungen oder schweren Krankheiten. Sie versuchen alle zu erreichen.“ Nöhl charakterisierte die Professorin als „Macherin mit einem Lächeln“, die interkulturelle Werte vermitteln wolle. Er hoffe, dass Bulanda-Pantalacci noch lange weiterhin so aktiv sein werde, wie sie es derzeit noch sei. Professor Dorit Schuman, Präsidentin der Hochschule, und Professor Matthias Sieveke, Dekan Fachbereich Gestaltung, sprachen von der Preisträgerin als „strahlendem Menschen voller Energie und positiver Ausstrahlung“.

Anna Bulanda Pantalacci studierte Werbung in Minsk bei Warschau und Kunstgeschichte an der Kunstakademie Krakau, wo sie mit einem Diplom als Buchillustratorin sowie einem Magister abschloss. An der Uni Bonn studierte sie Kunstgeschichte, Volkskunde und Vergleichende Religion. 1989 kam sie nach Trier, seit 1999 lehrt sie an der Hochschule Trier im Fachbereich Gestaltung im Studiengang Kommunikationsdesign. Heute ist sie Institutsleiterin und Professorin für künstlerische Gestaltung und wirkt als Kultur-Beauftragte der Trierer Hochschule. Darüber hinaus leitet sie zahlreiche kunstpädagogische Studien- und Sonderprojekte in Deutschland und im Ausland, die sich stets durch eine interkulturelle Perspektive auszeichnen.

2016 brachte sie den „FreedomBus“, ein „Hochschullabor auf Rädern“ nach Trier. Teilnehmende aus 16 Ländern reisten damit von Krakau nach Trier, lebten interkulturellen, künstlerischen Austausch, und setzten sich unterwegs mit politischen und sozialen Fragestellungen auseinander. 2017 gründete Bulanda-Pantalacci das Weiterbildungsinstitut „Intrare“ an der Hochschule Trier, das einen internationalen und interkulturellen Wissensaustausch fördert und mit Partnerhochschulen und Universitäten in ganz Europa kooperiert.

Die Preisträgerin zeigte sich gerührt, vor allem von der Aufführung des Kinder- und Jugendchors des Theaters, der ihr viel Freude bereitete. Sie habe Kultur immer mit dem Herzen gemacht, sagte Bulanda-Pantalacci. Und sie wünsche sich, dass ihre Schützlinge, die Kinder und Studierenden dies ebenso täten.

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