125 Jahre Feuerwehr Ehrang: Stolz auf Nachwuchs und starken Zusammenhalt im Stadtteil

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Die Mitglieder der Freiweilligen Feuerwehr freuen sich über das Geschenk des Sportvereins zum 125. Geburtstag: Ein gerahmtes Sondertrikot, das Uschi Fuhs an Wehrführer Kai Wollscheid (vorne, v. r.) überreichte; Foto: Presseamt Trier

TRIER-EHRANG. Die Freiwillige Feuerwehr Ehrang hat am 1. Mai ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert – mit einem gut besuchten Tag der offenen Tür, viel Blaulicht-Technik und einem besonderen Zeichen des Zusammenhalts im Stadtteil.

Besonderes Geschenk vom Sportverein

Zum Jubiläum erhielt die Feuerwehr ein gerahmtes Sondertrikot des Sportvereins Ehrang. Überreicht wurde es von Geschäftsführerin Uschi Fuhs an Wehrführer Kai Wollscheid.

„Wir können uns aufeinander verlassen, das gilt für die gesamte Gemeinschaft der Ehranger Ortsvereine“, erklärte Fuhs. Die Zusammenarbeit funktioniere seit Jahren eng und unkompliziert – etwa bei Veranstaltungen oder Feuerwehrfesten.

Jugendfeuerwehr zeigt ihr Können

Beim Jubiläumsfest standen neben Speisen, Getränken und Live-Musik vor allem die Einsatztechnik und die Nachwuchsarbeit im Mittelpunkt. Auf einer „Blaulichtmeile“ präsentierte die Feuerwehr Fahrzeuge und Ausrüstung.

Die Jugendfeuerwehr zeigte bei zwei Schauübungen ihr Können. Darauf ist man bei der Ehranger Wehr besonders stolz: Mehr als die Hälfte der aktuell 32 Einsatzkräfte stammt aus der eigenen Jugendfeuerwehr.

„Das ist ein starkes Fundament“, sagte Wehrführer Wollscheid in seiner Ansprache. Aktuell engagieren sich zudem 20 Kinder und Jugendliche in der Nachwuchsgruppe.

Feuerwehr auch über Ehrang hinaus im Einsatz

Feuerwehrdezernent Ralf Britten würdigte die Bedeutung der Wehr für Trier. Die Feuerwehr Ehrang sei nicht nur fest im Stadtteil verwurzelt, sondern übernehme mit Spezialaufgaben wie Logistik oder dem Ölsperrenanhänger Verantwortung für das gesamte Stadtgebiet.

Blick zurück auf 125 Jahre Feuerwehrgeschichte

Die Geschichte der Feuerwehr Ehrang reicht bis ins Jahr 1901 zurück. Damals war der Ort noch nicht flächendeckend an die Wasserversorgung angeschlossen – ein Problem für die Brandbekämpfung.

Mit den Jahrzehnten entwickelte sich auch die technische Ausstattung stetig weiter:
1936 erhielt die Wehr ihre erste Motorspritze, 1942 das erste Löschfahrzeug und 1957 eine 18-Meter-Leiter.

Ein wichtiger Schritt war 1983 der Umzug in das heutige Gerätehaus in der Oberstraße. Dieses wurde 2011 mit viel Eigenleistung erweitert.

Großeinsätze prägen die Wehr bis heute

Besonders zwei Großeinsätze der vergangenen Jahrzehnte sind vielen Feuerwehrleuten bis heute in Erinnerung geblieben.

2002 entgleiste auf Höhe der Kyllbrücke ein Gefahrgut-Zug und geriet in Brand. Rund 200 Einsatzkräfte verhinderten damals Schlimmeres.

Auch die Kyll-Flut im Juli 2021 prägte die Feuerwehr nachhaltig. Der gesamte Stadtteil wurde überschwemmt, selbst das Gerätehaus stand zeitweise 1,20 Meter unter Wasser.

Feuerwehrdezernent Britten erinnerte bei der Feier an den damaligen Einsatz: Trotz der Sorge um die eigene Familie seien die Feuerwehrleute ausgerückt, um anderen Menschen zu helfen. „Das kann man nicht vergessen und das werden wir nicht vergessen“, sagte Britten.

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