Bildungsausschuss: Anhörung zu flutgeschädigten Schulen im Ahrtal

0
Foto: Thomas Frey/dpa

MAINZ/GRAFSCHAFT. Vier Monate nach der katastrophalen Sturzflut im Ahrtal will sich der Bildungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags mit den teils zerstörten Schulen im Katastrophengebiet befassen. Oberhalb des Flusstals kommen die Parlamentarier heute in Grafschaft-Lantershofen zusammen. Dort sollen unter anderem Rektoren sowie Schülerinnen und Schüler von ihren Erfahrungen berichten.

In manchen Schulen hatte das Hochwasser am 14. und 15. Juli im Ahrtal mit 134 Todesopfern mehrere Meter hoch gestanden. Die Strömung ließ Scheiben zersplittern, Trümmer und Schlamm bedeckten nach der Flut den Boden. Viele Mädchen und Jungen mussten in andere Schulen ausweichen und einen teils weitaus längeren Schulweg in Kauf nehmen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) kündigte kürzlich im Landtag an, alle Schüler sollten im Januar wieder am Ort ihrer Schule oder einem Ausweichquartier als Gemeinschaft gemeinsam Unterricht haben, Ausnahme seien noch die beiden Förderschulen. 17 Schulen wurden massiv beschädigt, rund 8000 junge Menschen sind betroffen.

Das Bildungsministerium teilte nun mit, bei der bisherigen Verteilung von Mädchen und Jungen auf andere Schulen sei es gerade wegen ihrer teils traumatischen Erlebnisse wichtig gewesen, «dass die Klassengemeinschaften möglichst zusammenbleiben. Dies ist in allen Fällen gelungen.» Eine Reihe von Schülern müsse allerdings voraussichtlich «noch eine Weile» in Containern unterrichtet werden, «weil beispielsweise einzelne Gebäudeteile noch nicht wieder nutzbar sind beziehungsweise saniert werden». (dpa)

Vorheriger ArtikelKeine Weihnachtsamnestie für Strafgefangene an der Saar
Nächster ArtikelZemmer: Brennende Matratze aus dem Fenster geworfen – Feuerwehr-Großeinsatz

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.